Ein Tagesordnungspunkt der Tourismusausschuss-Sitzung in Scharbeutz am Mittwoch, 6. Juni, sorgt durch eine Postwurfsendung der WUB schon im Vorfeld für Diskussionen. Es geht um die Zeiten, in denen die Fußgängerzone für den allgemeinen Straßenverkehr geöffnet sein soll.

 

 

Bisher war die Strandallee zwischen Ostseeplatz und Seebrückenvorplatz von Anfang Mai bis Ende September reine Fußgängerzone. Bereits auf der letzten Tourismusausschusssitzung Anfang Mai dieses Jahres regten Vertreter der Gewerbetreibenden während der Einwohnerfragestunde an, die Sperrung auf die Hauptsaison zu beschränken.

Am 11. Mai 2012 fand daher eine gemeinsame Besprechung über das Thema mit Vertretern der Fraktionen, der Wirtschafsvereinigung Scharbeutz (WVS), des Dorfvorstandes und der Verwaltung statt.

Man einigte sich auf einen Kompromissvorschlag, die Strandallee in der Zeit vom 15.06. bis 15.09. eine jeden Jahres als Fußgängerzone auszuweisen. Dieser soll in der Tourismus-Ausschusssitzung besprochen und danach darüber abgestimmt werden.

 

 

Am Wochenende wurde aber bereits von der WUB an alle Scharbeutzer Haushalte ein Info-Extrablatt verteilt, in dem zu lesen ist, dass ?die CDU, FPD und Pro Scharbeutz die ganzjährige Öffnung befürworten.?

Gegen diese Behauptung wehren sich alle drei genannten Fraktionen. Dazu Christian Dwars (CDU): ?Weder bei der letzten Tourismusausschusssitzung, noch in der nachfolgenden Sitzung im Ältestenrat zusammen mit der Wirtschaftsvereinigung Scharbeutz (WVS) hat die CDU, die FDP oder die ProScharbeutz-Fraktion eine ganzjährige Öffnung befürwortet. Die Behauptung der WUB in ihrem Flugblatt entspricht nicht der Wahrheit.?

Und weiter: ?Alle Fraktionen, auch die WUB und die SPD, haben anlässlich der Ältestenratssitzung in konstruktiver Atmosphäre Kompromissmöglichkeiten ausgelotet. Nicht einmal die Vertreter des Einzelhandels und des Gewerbes haben eine ganzjährige Öffnung vorgeschlagen.?

In der Kernferienzeit soll nach Überzeugung aller in dem Flugblatt angesprochenen Fraktionen die Fußgängerzone geschlossen bleiben sowie außerdem an ?frequenzstarken Wochenenden?, wie beispielsweise Ostern und Pfingsten, und bei Großveranstaltungen.

In einem weiteren Gespräch mit der Verwaltung am 30. Mai 2012 haben Vertreter der Verkehrsaufsicht de Kreises Ostholstein, der Polizeidirektion Lübeck und der Polizeistation Scharbeutz ihre grundsätzliche Bereitschaft erklärt, im Rahmen eines einjährigen Verkehrsversuches den betroffenen Streckenbereich zusätzlich als verkehrsberuhigten Bereich (Spielstraße) auszuweisen.

Die SPD teilte auf Nachfrage mit, dass ?sie nicht die Flugblatt-Aktion der WUB kommentieren wolle, sondern zur Öffnung der Fußgängerzone Stellung beziehen will.? Gegen eine winterliche Öffnung spräche aus ihrer Sicht nichts, aber der Zeitraum ?Ostern bis Herbstferien? sollte in einem familienfreundlichen Ostseebad den Gästen und Bürgerinnen und Bürgern in Form einer autofreien Promenade angeboten werden. Eine Öffnung der Zone wäre gerade für diese tolle neu geschaffene Fußgängerzone und Promenade ein touristischer Rückschritt.

Da sich auch einige Anlieger der Strandallee schriftlich gegen eine Öffnung ausgesprochen haben, dürfte die Sitzung des Tourismusausschusses, die am Mittwoch, 6.Juni 2012, um 18 Uhr im Sitzungssaal des Bürgerhauses beginnt, sehr spannend werden.

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