Eine Pressemitteilung der Gemeinde Timmendorfer Strand

Anlässlich der Ereignisse in der Sitzung des Ausschusses für Bauen, Energie und Umwelt am 13.10.2015 lädt die Gemeinde Timmendorfer Strand alle Hemmelsdorferinnen und Hemmelsdorfer zur Dorfschaftsversammlung am Donnerstag, 05.11.2015, um 19 Uhr ins Landhaus Maaßen (Seestraße 20, 23669 Hemmelsdorf) ein.

Nach einem Bericht des Dorfvorstandes und Ausführungen über des Dorfgemeinschafts- und Feuerwehrhaus sowie zur Parkplatzsituation in Hemmelsdorf wird der Schwerpunkt die geplante Unterbringung von Flüchtlingen in Häusern aus Holzbauweisen im Hainholzweg sein.

"Um Missverständnissen, falschen Informationen oder gar Gerüchten vorzubeugen, möchte ich vorab auf diesem Wege alle Hemmelsdorferinnen und Hemmelsdorfer informieren", betont auch Bürgermeisterin Hatice Kara.

Dorfvorsteherin Bärbel Rieger appelliert ebenfalls an alle Hemmelsdorferinnen und Hemmelsdorfer, sich aus erster Hand zu informieren und an der Dorfschaftsversammlung teilzunehmen, damit die Spekulationen und Angstschürereien endlich aufhören und Hemmelsdorf wieder mit Offenheit und Herzlichkeit in einem Atemzug genannt wird.

Hintergrund-Informationen zur Situation in der Gemeinde

In jeder Nachrichtensendung wird von dem erhöhten Zuzug von Flüchtlingen aus Kriegsgebieten berichtet. Nach dem Königssteiner Schlüssel werden die Flüchtlinge zunächst auf die Länder, dann auf die Kreise und letztendlich auf die Kommunen zugewiesen.

Zum 15. Oktober 2015 ist die Zuweisungsquote für Timmendorfer Strand erneut erhöht worden. Im letzten Quartal 2015 wird aufgrund der Sollquote mit einer weiteren Flüchtlingszuweisung von etwa 118 Flüchtlingen gerechnet.

Die Unterbringung der Flüchtlinge ist eine gesetzliche Aufgabe und die Kommunen sind verpflichtet, Unterkünfte für die zugewiesenen Flüchtlinge zu schaffen.
 
Bis dato hat die Gemeinde Timmendorfer Strand rund 105 Flüchtlinge im gesamten Gemeindegebiet bereits untergebracht. Hierbei handelt es sich auch um Sollquotenerfüllung aus den vorherigen Jahren. 17 Neuzuzüge sind inzwischen ebenfalls angekündigt.

Unter Berücksichtigung auf die Erreichbarkeit von Kindergarten- und Schulstandorten, Einkaufsmöglichkeiten und Arztpraxen hat die Gemeinde bislang 40 Personen in Timmendorfer Strand, 59 Personen in Klein Timmendorf und 6 Personen in Niendorf/Ostsee untergebracht.

Dabei war und ist die Gemeinde auch immer auf den im freien Markt verfügbaren Wohnraum angewiesen. Trotzdem hat es die Gemeinde bisher immer geschafft, die Flüchtlinge dezentral in Wohnungen unterzubringen, ob als Familie oder in Wohngemeinschaften.

Es gehört zur gemeindlichen Praxis, dass in diesen Fällen die Nachbarschaft mit einem Informationspapier aufgeklärt wird und auch die Kontaktdaten der Ansprechpartner in der Gemeinde mitgeteilt werden. Damit möchte die Gemeinde das nachbarschaftliche Verhältnis fördern.
 
Dazu Hatice Kara: „Wie oben bereits aufgeführt, hat unsere Kommune jetzt die schwierige Situation zu bewältigen, dass innerhalb kurzer Zeit ein erhöhter Zuzug von Flüchtlingen angekündigt worden ist. Mithin ist die Gemeinde darauf angewiesen, verfügbaren Wohnraum oder auch verfügbare Grundstücke in den Dorfschaften für Flüchtlingsunterkünfte vorzusehen.“
 
Erste Details zu den Planungen für den Hainholzweg

Das Grundstück im Hainholzweg in Hemmelsdorf wird die Gemeinde pachten. Der Bau von mobilen Unterkünften passend an die Umgebung ist geplant.

Die bauleitplanerischen Vorgaben von je einem Gebäude pro Grundstück mit maximal zwei Wohneinheiten werden dort berücksichtigt.

Im Idealfall sollen auch diese Wohneinheiten gerne mit Familien belegt werden. Allerdings hat die Gemeinde keinen Einfluss darauf, ob als Zuweisung Familien oder Einzelpersonen verteilt werden.

"Nach unserer geübten Praxis werden im Hainholzweg sicherlich keine 40 alleinstehende Männer untergebracht werden", so Kara entgegnend auf das kursierende Gerücht in Hemmelsdorf.

Der beauftragte Architekt wird die konkrete Planung auf der Dorfschaftsversammlung vorstellen und Anregungen überprüfen, so Kara weiter.

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