Normalerweise lenkt ein Museum den Blick zurück in die Vergangenheit. Um aber einen Blick zurück tun zu können, muss man in der Gegenwart Erinnerungen sammeln. Das will das Neustädter zeiTTor-Museum mit der Erstellung einer „Corona-Zeitkapsel“ tun.

„Wir einen Zeitabschnitt, von dem vermutlich noch in hunderten von Jahren in den künftigen Geschichtsbüchern berichtet werden wird“, heißt es dazu in der Beschreibung eines Projektes, das jetzt angestoßen werden soll.

Heike Rhein, Initiatorin dieses Projektes, betont die Wichtigkeit des Sammelns zu diesem Zeitpunkt: „Typische Gegenstände der Corona-Krise wie eine Mund-Nasen-Bedeckung, eine Klopapierrolle oder Desinfektionsspender werden die Ausstellungsstücke von morgen sein.“

Aufgerufen sind alle Bürgerinnen und Bürger sowie Kinder und Jugendliche, Gegenstände, Fotos, Bilder oder Texte zur Verfügung zu stellen, die allgemein oder für sie ganz persönlich die Corona-Pandemie dokumentieren.

Dies können zum Beispiel Mund-Nasen-Bedeckungen, Aushänge, Flyer, Absperrschilder, Markierungsbänder, Zeitungsartikel, Briefe oder eigene Texte sein.

Jeder erlebt mehr oder weniger ein komplexes, globales Weltgeschehen, das sich nicht nur auf den individuellen Alltag der Menschen auswirkt, sondern auch unabsehbare Folgen für Weltpolitik und –wirtschaft haben wird.

Eines Tages wird man zurückblicken und sich an diese besondere Zeit erinnern.

Um diese Erinnerungen mit typischen Gegenständen wach zu halten, möchten Heike Rhein, kulturschaffende Neustädterin (Bild oben Mitte), Thomas Schwarz, faktischer Fotoarchivar der Stadt Neustadt in Holstein (Bild oben rechts), und Dr. Frank Wilschewski, Leiter des zeiπors (Bild oben links), die „Corona-Zeitkapsel“ erstellen.

Die Objekte können ab sofort oder zu einem späteren Zeitpunkt, wenn sie nicht mehr benötigt werden, im zeiπor während der Öffnungszeiten dienstags bis samstags von 10.30 Uhr bis 17 Uhr und sonn- und feiertags von 14 Uhr bis 17 Uhr abgegeben werden.

Fotos können per Email an Thomas Schwarz unter schwarz.neustadt@t-online.de geschickt werden.

Die fertige Zeitkapsel soll im Magazin des zeiπors aufbewahrt werden und dort „schlummern“, um zu späteren Zeitpunkte, ob nach einem Jahr oder fünf oder fünfzig Jahren oder noch viel, viel später wieder hervorgeholt zu werden und den historischen Inhalt zu präsentieren.

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