Zu einem besonderen Feuer-Spektakel lädt die Timmendorfer Strand Niendorfer Tourismus (TSNT) GmbH am Samstag, 11. Februar 2017, um 18 Uhr, an den Freistrand von Niendorf ein. Acht Riesenfackeln mit einer Höhe von acht Metern sollen dann beim ersten „Fackelfest“ für eine ganz besondere Strand-Atmosphäre sorgen.

Komplettiert wird das Riesenfackel-Spektakel mit zahlreichen Feuerkörben und Schwedenfeuern, die in der dunklen Jahreszeit für Wärme und Licht sorgen, sodass eine besondere Stimmung entsteht.

Darauf einstimmen können sich Besucher bereits ab 14 Uhr und sich die Zeit, bevor die Fackeln angezündet werden, mit Speisen und Getränken verkürzen. Für Musik wird ebenfalls gesorgt.

Die meterhohen Fackeln werden nebeneinander am Ostseestrand stehen und mit dem Einsetzen der Dämmerung um 18 Uhr gleichzeitig entzündet.

„Wir sind selbst sehr gespannt und aufgeregt, da wir diese Veranstaltung erstmalig durchführen“, berichtet Martina Block, Veranstaltungsassistentin der TSNT GmbH und ergänzt: „Bisher sind uns Veranstaltungen zum Thema Feuer um diese Jahreszeit ausschließlich durch die Biikefeuer an der Nordseeküste bekannt, aber etwas Vergleichbares in dieser Dimension mit Riesenfackeln hat es an der Ostseeküste noch nicht gegeben.“

Tourismus-Chef Joachim Nitz erzählt, wie es dazu gekommen ist: „Wir haben überlegt, wie man das Thema Fackeln und Feuer über unsere Fackelwanderungen hinaus noch interessanter machen kann.“ Fündig geworden sei man beim Recherchieren bei einem alten Brauch, der unter anderem in Süddeutschland zu Weihnachten gepflegt wird.

Auf der Internetseite der Stadt Altensteig im Nordschwarzwald ist beispielsweise zu lesen, dass sich am Heiligen Abend um 18 Uhr Einheimische und Gäste hoch über der Stadt, auf dem Hellesberg und dem Schlossberg versammeln, um mit großen Feuern und Hunderten von Handfackeln sinnbildlich die Geburt Christi zu feiern. Der Brauch soll jedoch seinen Ursprung bei den heidnischen Kelten haben, die mit dem Feuer die Wintersonnwende feierten.

Viel Arbeit von der Idee bis zur Umsetzung

Von der im Wortsinn zündenden Idee bis zur praktischen Umsetzung in Niendorf hat es jedoch einige Monate gebraucht. „Mit der Idee fingen die Probleme an“, schmunzelt Martina Block.

Erst passten die ins Auge gefassten Standorte für die zwei Meter tiefen Löcher für die Fackel-Hülsen nicht hinsichtlich der Standfestigkeit im Sand, dann qualmte es nach dem Anzünden einfach nur beim Probelauf. Nicht zu vergessen, dass man auch den Funkenflug bedenken musste. Aber das ist nun alles vergessen.

„Es haben so viele mitgeholfen, dass das Fest stattfinden kann“, freuen sich die TSNT-Veranstalter. Dazu gehören der Revierförster Karsten Tybussek, der bei der Beschaffung von Fichtenstämmen und Reisig behilflich war, ebenso wie der Bauhof, die Feuerwehr und das Bugenhagenwerk, um nur einige zu nennen.

Die Auszubildenden des ersten Lehrjahres „Garten- und Landschaftsbau“ bauten zusammen mit ihrem Ausbildungsleiter Udo Stüßer zunächst einen Prototyp, einen Fichtenstamm, der im oberen Drittel mit Reisig umwickelt ist.

„Nach dem ersten Test, als wir gemerkt haben, was alles nicht ging, haben wir analysiert, fachmännische Unterstützung bei einem Pyrotechniker gefunden und nach und nach nahm das Projekt Formen an“, erinnert sich Martina Block.

Arbeiten am FreistrandIn der Woche vor der Veranstaltung schließlich haben die Bugenhagenwerk-Auszubildenden zusammen mit ihrem Ausbildungsleiter jeden Tag am Niendorfer Freistrand die acht Riesenfackeln zusammengebaut.

„Das ist schon eine Herausforderung“, sagt Udo Stüßer, denn es war nicht nur knackig kalt an diesen Tagen. Das Zusammenbinden einer Fackel kostete auch Zeit. „Wir schaffen zwei Fackeln am Tag und das müssen wir auch, um den Zeitplan einzuhalten“, so Stüßer.

Inzwischen ist klar, es hat alles geklappt. Das Fest kann steigen. „Nur das Wetter muss noch mitspielen“, sagt Joachim Nitz, ist dabei aber sehr zuversichtlich. Und wenn nicht? Dann greift Plan B und das Fest wird um eine Woche verschoben. Ähnliche Erfahrungen hat man ja schon beim Tannenbaumverbrennen gesammelt, denn die Sicherheit geht immer vor. Dafür sorgen natürlich auch die Feuerwehren aus Niendorf und Hemmelsdorf, die ein geübtes Auge auf das feurige Erlebnis haben werden.

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