Der Kirchenkreis Ostholstein trauert um seinen Pastor Thomas Merfert, der nach langer schwerer Krankheit am Mittwoch der Karwoche verstorben ist. Der 57-Jährige war zuletzt in Ratekau und Pansdorf tätig gewesen.

Da Trauerfeiern derzeit nur im engsten Familienkreis stattfinden können, will die Kirchengemeinde Ratekau die Feldsteinkirche am Ostersonntag in der Zeit von 10 bis 12 Uhr sowie am Mittwoch, 15. April 2020, und am Freitag, 17. April 2020, jeweils in der Zeit von 17 bis 19 Uhr geöffnet halten.

Es besteht dann die Möglichkeit, eine Kerze zu entzünden und sich in ein Kondolenzbuch einzutragen, wofür aufgrund der Corona-Übertragungsgefahren unbedingt ein eigener Stift mitgebracht werden soll.

Wer möchte kann auch Erinnerungen an Begegnungen und Erlebnisse mit Pastor Merfert aufschreiben und für die Familie hinterlegen.

In Pansdorf wird ab sofort tagsüber am Kircheneingang ein Kondolenzbuch ausliegen. Auch hier ist bitte ein eigener Stift mitzubringen.

 

Pastor Thomas Merfert, der mit Pastorin Dr. Corinna Schlapkohl verheiratet war, hat nie vor seiner Krankheit resigniert und immer wieder Pläne für die Zukunft geschmiedet.

Das Bild links entstand vor einiger Zeit an glücklicheren Tagen und wurde fotografiert von Pastor Anas Hamami.

Im Lutherjahr 2017 war es ihm gelungen, sich mit viel Energie ins Leben zurückzukämpfen und mit Schwung die ihm übertragenen Aufgaben in den Kirchengemeinden von Ratekau und Pansdorf zu erfüllen.

Er konnte sogar wieder mit auf Konfirmanden-Freizeiten fahren, woran der Familienvater viel Freude hatte. Immer dabei hatte er seine Gitarre, die er auch in den Gottesdiensten und bei vielen anderen Gelegenheiten spielte.

Mit Elan ging er jede seiner Aufgaben an, sei es in der Jugendarbeit, in der Seniorenarbeit oder bei Taufkursen für Erwachsene. Thomas Merfert vermochte es, die Menschen für sich einzunehmen, nicht zuletzt durch seine Art, wie er über theologische Themen sprach, sei es in der Predigt oder im persönlichen Austausch: immer fundiert, doch in einer schnörkellosen Sprache, mit der er die Menschen erreichte.

„Mich hat an ihm begeistert, wie lebensnah und echt er über den Glauben sprechen konnte. Mir ist das besonders bei unserem letzten Gespräch mit März deutlich geworden“, so Propst Peter Barz.

Ratekaus Pastorin Anke Dittmann zeigte sich angetan von der „ehrlichen und glaubwürdigen Frömmigkeit“ des Verstorbenen.

Der Pansdorfer Pastor Anas Hamami würdigte die den Menschen zugewandte Art des Kollegen: „Er hinterlässt eine sehr große Lücke in unsern beiden Gemeinden.“

Pastor Thomas Merfert war nach seiner Ordination 1995 zunächst bis 2001 auf der Pfarrstelle Medelby im Kirchenkreis Südtondern der Nordelbischen Kirche eingesetzt gewesen.

Von 2001 bis 2007 war er dann in der Kirchengemeinde Preetz tätig und anschließend für drei Jahre als Vertretungspastor in den ehemaligen Kirchenkreisen Kiel und Eutin.

Im August 2010 trat er dann die zweite Pfarrstelle in der Kirchengemeinde Ratekau an, mit einer weiteren Beauftragung für Pansdorf.

 

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