Die Idee ein Parkhaus am Kurpark in Scharbeutz zu errichten, fand schon bei der Präsentation in der Scharbeutzer Bauausschusssitzung Ende August wenig Anklang.

Zur Bauausschusssitzung am Dienstag, 16. September 2014, brachte die WUB nun zu der vorgestellten Machbarkeitsstudie einen Antrag ein, alle Arbeiten zur Erstellung eines Parkhauses im Bereich von Badeweg, Fischerstieg und Ostseestraße unverzüglich einzustellen.

Frank Heitmann (WUB) fasste die Begründung zusammen: „Als günstigste Variante aus Sicht der Planer wurde ein Parkhaus mit einer Länge von 140 Metern und einer Höhe von 11 Metern für 512 Fahrzeuge ermittelt, das unmittelbar zwischen Badeweg und Fischerstieg liegen soll.“ Die erforderlichen Investitionsmittel von circa acht Millionen Euro sollten zum Teil durch den Verkauf von 14 Eigentumswohnungen im Obergeschoss gedeckt werden.

Man verstehe zwar das berechtigte Interesse der gewerblichen Wirtschaft an einem zentrumsnahen Parkhaus, sehe einen derartig massiven Gebäudekomplex an dieser Stelle allerdings sehr problematisch.

Die SPD-Fraktion schloss sich diesen Argumenten an, CDU und FDP plädierten allerdings dafür, kein generelles Bauverbot für diesen Standorf zu beschließen. Jürgen Boyen (CDU) berichtete: „Inzwischen liegt ein Schreiben von einer weiteren Firma vor, die ein Parkhaus bauen und betreiben will, das sollten wir uns doch vorher wenigstens einmal anhören.“

Dieses Schreiben schien sein Fraktionskollege Thomas Witting nicht zu kennen. „Wie ist das zustande gekommen?“, fragte er und außerdem könne er nicht erkennen, wo gebaut werden solle. Er schlug vor, den WUB-Antrag zurückzustellen und sprach sich ebenfalls für eine Anhörung der neuen Interessenten aus.

Es ginge nicht nur um das Parkhaus an sich, so die Antrags-Befürworter, sondern auch um das jetzt schon bestehende Problem der Zu- und Abfahrten. „Wir bekommen die Massen einfach nicht weg, die nur über den Badeweg und die Ostseestraße abfließen können“, so Jürgen Brede (SPD).

Seines Erachtens würde auch der geplante zweite Kreisverkehr am Möwenberg keine Erleichterung bringen. Jürgen Poeppel (SPD) brachte es schließlich auf den Punkt: „An dieser Stelle wollen wir kein Parkhaus.“ Den neuen Vorschlag könne man sich dennoch anhören.

Nach vielem Hin und beendete der Ausschussvorsitzende, Christian Dwars (CDU), die Diskussion: „Die Frontverläufe sind klar“, stellte er fest und ordnete die Abstimmung an.

Mit den insgesamt sieben Stimmen von WUB und SPD gegen die fünf Stimmen von CDU und FDP wurde dem Antrag stattgegeben.

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