Wenn es eine Rekordliste für Gemeindevertretersitzungen gäbe, hätte Scharbeutz am Mittwoch, 24. September 2014, sicherlich den Spitzenplatz belegt. 15 Tagesordnungspunkte waren in etwas mehr als einer halben Stunde abgearbeitet und bis auf einen Punkt einstimmig beschlossen.

Ungewöhnlich war außerdem, dass die anwesenden Zuhörer an einer Hand abzuzählen waren. „Ob die Einwohner wohl in den Saal im Kurparkhaus gegangen sind?“ machte sich eine erste Ahnung breit. Denn anders als üblich fand die Sitzung diesmal im Sitzungssaal des Bürgerhauses statt.

Bürgermeister Volker Owerien (parteilos) berichtete zur Durchführung der Beschlüsse unter anderem, dass die Satzung zur Erhebung eines Tourismusbeitrages ergänzt und inzwischen in Kraft getreten sei. Damit ist nun das Wandern entlang der Wasserlinie des Strandgebietes ohne Entrichtung eines Tourismusbeitrages oder einer Strandbenutzungsgebühr gestattet.

Die Abstimmungen zu Um- und Neubesetzungen in verschiedenen Ausschüssen sowie der Genehmigung von zwei über- und außerplanmäßigen Ausgaben für das 1. Halbjahr 2014, die sich jeweils im Bereich von 4000 Euro bewegten, gingen danach recht zügig über die Bühne.

Mit einigen Worten ging der Verwaltungschef auch auf den „außerordentlich positiven Abschluss“ des Verwaltungshaushalts im Haushaltsjahr 2013 ein. Rund 1,3 Millionen Euro konnten dadurch dem Vermögenshaushalt zur Finanzierung von Investitionen zugeführt, so eine vorgesehene Rücklagenentnahme von 354.900 Euro vermieden und die allgemeine Rücklage entsprechend erhöht werden. Weitere 126.625 Euro flossen in die Bestände für Pensions-, Beihilfe- und Altersteilzeitrücklagen. Der Vermögenshaushalt schließt ebenfalls ausgeglichen in Einnahmen und Ausgaben mit jeweils rund 4,7 Millionen Euro ab.

Weiterhin wurden an diesem Abend zusätzliche Mittel für die Unterbringung von Asylanten sowie die weitre Beteiligung an der erforderlichen Kofinanzierung der AktivRegion Innere Lübecker Bucht beschlossen. „Das praktizieren wir schon seit Jahren und profitieren auch von den Fördermitteln“, so Bürgermeister Owerien, der als ein Bespiele den Bau der Skateranlage in Scharbeutz und des Dorfgemeinschaftshauses in Sarkwitz nannte.

Auch die Straßennamen für das Baugebiet Devkoppel stehen nun mit „Hofblick“ für die Planstraße A sowie „Biskamp“ für die Planstraße B und „Devkoppel“ für die Planstraße C fest. Über die notarielle Beglaubigung des Erschließungsantrages hatte Volker Owerien bereits beim Punkt „Durchführung der Beschlüsse“ berichtet.

Lediglich beim letzten Tagesordnungspunkt im öffentlichen Teil waren sich nicht alle Gemeindevertreter einig. Alle WUB-Mitglieder stimmten zwar bei einem Punkt des Nachtrags zum Wirtschaftsplans des Tourismus-Service gegen „zusätzliche Mittel in Höhe von 87000 Euro für das in der Gesamtmaßnahme Kurpark Haffkrug enthaltene Sanitärgebäude“, konnten sich damit aber am Ende nicht gegen die Ja-Stimmen aller anderen Fraktionen durchsetzen.

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