Während der recht kurzen Gemeindevertretersitzung in Scharbeutz am Mittwoch, 24. September 2014, ging Bürgermeister Volker Owerien zur Genehmigung einer überplanmäßige Ausgabe für das Aufstellen von Mietcontainern zur Unterbringung von Asylbewerben noch einmal etwas ausführlicher auf das Thema ein.

Das Gemeindegremium beschloss danach einstimmig 64.000 Euro an zusätzlichen Haushaltsmitteln für zusätzliche Wohncontainer als eine vorübergehende Lösung, da alle zur Verfügung stehenden Wohnräume bereits belegt sind. „Das Problem wird sich noch verschärfen“, so Volker Owerien.

Zurzeit sind 40 zugewiesene Personen sowie zwei Obdachlose in Wohnungen im gesamten Gemeindegebiet untergebracht. 2014 sind voraussichtlich noch weitere zehn Personen aufzunehmen und im nächsten Jahr ist mit 30 weiteren zu rechnen. „Das Aufstellen von Mietcontainern ist somit unabdinglich“, unterstrich der Bürgermeister die dringende Notwendigkeit.

Auf 270 Quadratmetern sollen im Gewerbegebet Gleschendorf acht Wohneinheiten für jeweils ein bis zwei Personen mit Sanitäranlagen und einem Gemeinschaftsraum eingerichtet werden.

Zusätzlich zu den laufenden Miet- und Bewirtschaftungskosen entstehen vorab Kosten für Fundamente, Hausanschlüsse, Versorgungsleitungen, für Fracht und Montage der Container sowie Baunebenkosten. „Außerdem müssen ein Bauantrag gestellt und Ausschreibungen für die erforderlichen Leistungen erfolgen“, zählte Volker Owerien weitere Notwendigkeiten auf, sodass möglichst noch in diesem Jahr die Aufträge erteilt und die Container aufgestellt werden können.

„Die Pauschale, die wir für jede untergebrachte Person erhalten, ersetzt nicht die Aufwendungen die wir haben“, machte der Bürgermeister noch einmal deutlich. Das sei auch ein Thema beim Gemeindetag gewesen. „Wir fühlen uns da ein wenig alleine gelassen“, so Owerien.

Die Asylbewerber müssten eigentlich auch rund um die Uhr betreut werden, was zurzeit nicht leistbar sei. Erste Ansätze seien Gespräche und Vereinbarungen mit der Nachbargemeinde Timmendorfer Strand, um ein Betreuungsnetzwerk aufzubauen.

Die maximale Nutzungsdauer der Container beträgt zwei Jahre. Daher soll 2015 auf einem gemeindeeigenen Grundstück in Untersteenrade mit der Planung zweier Doppelhäuser im Mindeststandard als zukünftiger Wohnraum für Asylbewerber begonnen werden.

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