Sabrina Motsch mit dem Plakat der Jubiläumsvorstellung.Zum 60-jährigen Jubiläum der „Schürsdorper Speeldeel“ wird „De möblierte Herr“ im Dorfgemeinschaftshaus in Schürsdorf erwartet und für jeden Besucher gibt es als Geschenk zur Erinnerung bei jeder Vorstellung ein kleines Fläschchen Pflaumenschnaps.

Premiere ist am Freitag, 6. März 2015, „klock halv acht“, was auf Hochdeutsch „19.30 Uhr“ bedeutet. Sieben Euro kostet der Eintritt in „Schläppis Saal“, wie das Dorfgemeinschaftshaus von den Einheimischen genannt wird, und Lachsalven dürften wie immer vorprogrammiert sein.

„För all de anner’n Kram“ (sprich: Essen und Trinken), sorgen „de Deerns“ Margot, Maren, Renate und Regina.

Auf der Bühne wird es ein Wiedersehen mit vielen bekannten Laien-Schauspielern geben. Ursula Basse beispielsweise weiß gar nicht mehr genau, wann sie angefangen hat. „25 Jahre oder mehr?“, überlegt sie, aber das ist ihr nicht so wichtig. Viel wichtiger ist der Spaß an der Sache, trotz des Lampenfiebers, das sie immer noch hat.

Ursula Basse (rechts) und Heide Lilje.Was soll da erst Heide Lilje sagen? Es ist ihr erster Auftritt und Plattdeutsch musste sie erst lernen. “Angeworben“ wurde sie von Ursula Basse, liebevoll aufgenommen vom ganzen Ensemble.

Ein strenger Regisseur ist seit mehr als dreißig Jahren Erich Rahlf. „Aber er meint es ja gut“, sind sich alle Akteure einig. Dazu gehört seit 2009 auch Wolfgang Rahlf, einer seiner Söhne.

Familie Rahlf rettet "Schläppis Saal"

Die Verbundenheit der Familie mit der „Speeldeel“ hat die Enkel-Generation von Erich Rahlf eindrucksvoll unter Beweis gestellt, denn „Schläppis Saal“ drohte aus baurechtlichen und brandtechnischen Gründen vor gut zwei Jahren das Aus.

Als sich die Gemeindevertreter aus Kostengründen nicht weiter engagieren wollen, erwarben Andreas und Tobias Rahlf nicht nur das Anwesen, sie schafften außerdem die Voraussetzungen, dass der Spielbetrieb aufrecht erhalten werden kann und richteten sich dort zwei Wohnungen ein.

Die Geschichte der Speeldeel

Gegründet wurde die Laienspielgruppe 1955, jeweils im Herbst kam ein Theaterstück auf die Bühne, meistens ein Ein-Akter. Im Anschluss wurde einen Feuerwehrball im Dorfkrug gefeiert.

Das aktuelle Ensemble der Schürsdörper Speeldeel.1983 nannte sich die Gruppe zunächst „Schürsdörpfer Füürwehr Speeldeel“, später dann „Schürsdörper Speeldeel“. Seitdem gibt es auch jedes Jahr einen Drei-Akter – immer auf plattdeutsch, immer bei „Schläppi auf dem Saal“ und immer mit regem Publikumszuspruch. In jeder Spielzeit sind es zwischen 600 und 800 Besucher. Die Karten sind meistens schnell vergriffen.

Die Laien-Schauspieler spielen aus Spaß an der Freude und um den Kontakt zur Dorfbevölkerung aufrecht zu erhalten. Finanzielle Interessen bestehen nicht. Jeder als aktives oder passives Mitglied gegen einen geringen Mitgliedsbeitrag herzlich willkommen, um den Spielbetrieb auch in Zukunft zu gewährleisten.

Besonders freut man sich darüber, dass der neue Schürsdorfer Dorfvorstand die Tradition sehr unterstützt. Bei der Premiere am kommenden Samstag, soll das mit einer Laudatio gewürdigt werden.

Der Inhalt des aktuellen Stücks „De möblierte Herr“ von Werner Schubert

Der Bildhauer Max Kolbe hat sich auf der Flucht vor seiner liebestollen Braut unter falschem Namen bei der Familie Käselau als „möblierter Herr“ eingemietet, um sich in Ruhe auf seine Ausstellung vorbereiten zu können.

Sein falscher Name, der Besuch junger Damen, dass er offensichtlich nicht zur Arbeit geht und sein ganzes Verhalten fördert nur den Klatsch, die Neugier und den Neid, der im Hause herrscht, wobei sich Frauen und Männer nicht nachstehen.

Die Mitspieler

Holger Rocholl (links) und Harald Kolms in einer Spielszene.In Szene gesetzt wird das dennoch lustige Rätselraten und Gerüchte verbreiten von Ursula Basse (Rosalinde Käselau), Wolfgang Rahlf (August Käselau), Susanne Grzebien (Frau Wulf), Heide Lilje (Mariechen Wulf), Sabine Prehn (Frollein Berta Bliesmann), Wolfgang Lohf (Joachim Grützkopp), Wolfgang Meier (Max Kolbe), Mücke (Holger Rocholl), Snieder Wimm (Harald Kolms), Krawuttke (Michael Moritz)und Olga (Sabrina Motsch). Und schließlich hilft Birgitt Westphal, als Tosegersch, die plattdeutsche Version einer Souffleuse, haus, wenn es einmal beim Text haken sollte.

Weitere Termine

Nach der Premiere am Freitag, 6. Februar 2015, stehen, jeweils um 19.30 Uhr, noch die folgenden Termine auf dem Programm: Samstag, 7. März, Freitag, 13. und 20. März, Samstag, 21. März, Freitag und Samstag, 27 und 28. März sowie Freitag und Samstag, 10. und 11. April.

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