Der Bau einer 380 kV-Ostküstenleitung wurde in der jüngsten Gemeindevertretersitzung, am 18. März 2015, erneut ausführlich diskutiert. Am Ende wurde einstimmig eine umfangreiche Resolution beschlossen, die von allen Fraktionen erarbeitet worden war.

Die Verwaltung wird darin beauftragt, die Forderungen der Gemeinde für die Führung der Trasse „Göhl - Raum Lübeck“ als Seekabel einzubringen. Sollte ein Seekabel nicht umsetzbar sein, ist für die verdichteten bzw. siedlungsnahen Bereiche ein Erdkabel zu fordern.

Gleichzeitig wird die Verwaltung beauftragt, die Widerstände in der Gemeinde gegen alle Alternativen auf der Basis von Freileitungen auf dem Gemeindegebiet anzukündigen. Wegen der Schwierigkeiten des Themas, besonders im technischen Bereich, wird die Verwaltung ermächtigt, gegebenenfalls geeignete Gutachter einzuschalten. Wegen der damit verbundenen Kosten sollte dies möglichst im Einvernehmen mit den benachbarten Gemeinden geschehen.

Nach den Diskussionen in der Gemeindevertretung wurde als weiterer Punkt ein Vorschlag der CDU der Resolution hinzugefügt, den Bedarf einer 380 kV-Leitung von unabhängiger Seite generell noch einmal prüfen zu lassen.

Ein weiterer Antrag der WUB, eine Trasse an der Autobahn zu fordern, fand dagegen keine Mehrheit. „Wir würden uns damit jetzt schon festlegen“, sagte Bürgermeister Volker Owerien (parteilos). Das wäre insofern nicht ratsam, da die TenneT weitere Trassenvorschläge zugesagt habe, die man erst einmal prüfen solle. Ergänzungen zu der jetzigen Resolution könne man auch später noch vornehmen.

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