Ganz aktuell meldet der NDR in seinen Mittagsnachrichten auf NDR 1 Welle Nord und auf seiner Internetseite am 28. Januar 2016, dass der Brandstifter, dem sechs Brände in Scharbeutz zur Last gelegt werden, von einem Schöffengericht in Lübeck zu zwei Jahren Haft verurteilt worden ist.

Der Meldung zufolge hatte die Staatsanwaltschaft zweieinhalb Jahre gefordert, während die Verteidigung für eine Bewährungsstrafe plädiert hatte.

Der Prozess nahm insgesamt drei Tage in Anspruch. Der erste Termin am 13. Januar 2016, ging recht schnell zu Ende, da der Angeklagte, der taubstumm ist, sich nicht äußern wollte, wie er über seinen Pflichtverteidiger mitteilen ließ.

Daraufhin wurden zwei weitere Verhandlungstage für Mittwoch und Donnerstag, 27. und 28. Januar 2016 angesetzt.

Aufgrund der gesundheitlichen Einschränkung und da der Beschuldigte außerdem polnischer Staatsangehöriger ist, waren bei den Verhandlungen zwei Gebärdendolmetscher anwesend.

Hintergrund:

In  Haffkrug waren drei Toiletten-Anlagen Ziel der Brandanschläge.In Haffkrug waren drei Toiletten-Anlagen Ziele der Brandanschläge.In der Nacht vom Freitag auf Samstag, 17./18. April 2015 ging zuerst ein reetgedecktes Toilettenhaus in Haffkrug und in der gleichen Nacht ein ebenfalls reetgedecktes Standkorbvermieter-Haus in Scharbeutz am Hang in Flammen auf.

Dieses Strandvermieter-Haus in Scharbeutz wurde gleich zweimal angezündet.Dasselbe Objekt traf es noch einmal nur zwei Wochen später wieder in den frühen Morgenstunden, dieses Mal  am Sonntag, 3. Mai 2015, und zu allem Unglück, nachdem die Reparaturen nach dem ersten Brand gerade ausgeführt worden waren.

Zwei Wochen später gab es wieder Feueralarm für reetgedeckte Strandanlagen. In der Nacht zum Sonntag, 17. Mai 2015, stand ein DLRG-Haus – erneut am Hang – in Flammen, in der Nacht zum Montag darauf, 18. Mai 2015, eine weitere Toilettenanlage in Haffkrug.

Drei Wochen später, am 7. Juni 2015 - es war wieder ein Sonntag - blieb es bei dem Versuch einer Brandstiftung. Der Mann konnte zwar fliehen, wurde dann aber in seiner provisorischen Obdachlosenbehausung unterhalb eines hölzernen Strandzugangs dingfest gemacht.

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