Neun ehrenamtlich Tätige wurden am Freitag, 2. Oktober 2020, für ihre besonderen Verdienste von Kreispräsident Harald Werner im Kreishaus Eutin ausgezeichnet.

Mit dazu gehörten Andra Grose aus Haffkrug und Astrid Petersen aus Klingberg

„Um dem Stellenwert der Verleihung gerecht zu werden, finden die Auszeichnungen seit 2016 im feierlichen Rahmen abwechselnd im Kloster Cismar und im Schloss Eutin statt.“, so der Kreispräsident.

In diesem Jahr haben wurde die Ehrung wegen der Corona-Pandemie in den Ostholstein-Saal des Kreishauses verlegt. „In einem deutlich kleineren, aber nicht weniger feierlichen Rahmen“, betont der Kreispräsident.

Für die musikalische Untermalung während der Feierstunde sorgten Leni Beer, Marieke Petersen und Wiebke Andreas von der Kreismusikschule Ostholstein.

Harald Werner unterstrich die Bedeutung des ehrenamtlichen Einsatzes als unverzichtbaren Bestandteil des sozialen Lebens in der heutigen Gesellschaft. Zugleich ginge es aber auch darum, andere Menschen zu motivieren und aufzufordern, sich ebenfalls zu engagieren.

„Allen ehrenamtlich Tätigen gebührt für ihren Einsatz Respekt und Anerkennung. Diesem Dank soll heute Ausdruck verliehen werden“, so der Kreispräsident.

 

In der Laudatio zu Andrea Grose heißt es:

Andrea Grose engagiert sich seit Juli 2009 bei der Tafel in Timmendorfer Strand, die eine der vier Ausgabestellen der Tafel Neustadt e. V. ist. Frau Grose ist mitverantwortlich für die Organisation, aber auch bei der Hilfe, Spenden für Bedürftige zu erbitten. Mit dem eigenen Familien-VW-Bus fährt sie uneigennützig Kunden der Tafel und Flüchtlinge zu ihren Unterkünften. Mütter mit Kleinkindern, die es nicht schaffen, zur Tafelausgabe zu kommen, werden oft von ihr versorgt.

Zudem fährt sie in ihrer Freizeit betroffene Flüchtlingsfamilien nach Neumünster oder Hamburg, hier hilft sie vermittelnd bei den oftmals schwierigen Behördengängen. Sie betreut die Hilfsbedürftigen bei Arztbesuchen oder hilft bei Möbeltransporten. Andrea Grose stellt sich als Lesepatin für Flüchtlingskinder zur Verfügung und unterstützt als Dolmetscherin.

Zu erwähnen ist auch ihr Engagement als Schulelternvorsitzende der Grundschule oder als Kreiselternbeiratsvorsitzende der Gymnasien des Kreises Ostholstein. Zudem engagiert sie sich kommunalpolitisch als bürgerliches Mitglied und jetzt auch als Mitglied im Dorfvorstand Haffkrug.

Mit Freude und bewundernswerter Energie bewältigt sie diese oft herausfordernden Aufgaben.

 

In der Laudatio zu Astrid Petersen heißt es:

Astrid Petersen engagierte sich seit 1979 für die Volkshochschule Klingberg. 38 Jahre lang führte sie Töpferkurse für Groß und Klein durch. Im „Alten Hexenhaus“, in der Waldschänke, im Haus des Gastes und in ihrem Töpferhaus in Schürsdorf haben Kinder, Jugendliche und Erwachsene den Umgang mit Ton gelernt. Hier sind über die Jahre viele familiäre Bindungen entstanden, die bis heute anhalten.

Als Mitte der 80er Jahre der Abriss der Waldschänke in Klingberg drohte, bastelte sie mit den Kindern kleine Häuser, um sie für jeweils eine Mark zu verkaufen. Dies war der Grundstock für weitere Spendensammlungen, die letztlich den Bestand der Waldschänke als Klingbergs kulturellem Mittelpunkt sicherten. Zu dieser Zeit entsteht der Kulturverein Kleine Waldschänke e. V., in dem Frau Petersen ein Amt im Vorstand übernahm.

Seit 1990 bis heute kümmert sich Astrid Petersen um die unterschiedlichen Märkte in Klingberg. Hier sind zu nennen der Herbst- und Weihnachtsmarkt, der Ostermarkt sowie Floh- und Antikmärkte, die sie regelmäßig veranstaltet, ausrichtet und organisatorisch begleitet.

Seit nunmehr sechs Jahren engagiert sich Frau Petersen zudem für den Hospizverein „Kinder auf Schmetterlingsflügeln e. V.“ in Pansdorf. Sie betreut Kinder und Jugendliche, deren Familien sich um erkrankte Angehörige sorgen oder gar ihren Verlust betrauern müssen.

Astrid Petersen ist ein überaus hilfsbereiter und engagierter sozialer Mensch. Ihr unermüdliches Wirken für andere und die Nähe zu Menschen stehen für sie im Vordergrund. Ihre Tür steht immer offen.

 

Weitere Ausgezeichnete

Die Ehrennadel des Kreises Ostholstein erhielten in diesem Jahr außerdem Jörg Bochnik aus Heilgenhafen, Hans Jürgen Eckmann aus Grammdorf, Carola und Hans-Detlef Stölken aus Heiligenhafen, Arend Knoop aus Schönwalde/ Langenhagen, Eberhard Dörr aus Cismar und Hans-Uwe Hartert aus Grube.

Rückblick auf den Beginn der Ehrennadel-Verleihung

In seiner Ansprache anlässlich der Feierstunde blickte Kreispräsident Werner auch auf den Beginn der Ehrennadel-Verleihung durch den Kreis Ostholstein zurück.

Am 3. Juli 2003, im Internationalen Jahr der Freiwilligen, hatte der Kreistag auf Anregung des amtierenden Landrates Volker Lohr die Richtlinien zur Verleihung der Ehrennadel beschlossen.

Es sollte ein Zeichen der Stärkung des Ehrenamtes sein. Mit der Ehrennadel des Kreises sollten künftig Ostholsteinerinnen und Ostholsteiner für ihr besonderes Engagement im ehrenamtlichen Bereich ausgezeichnet werden.

Zunächst fanden die Ehrungen noch im Rahmen der Kreistagssitzungen statt. Danach – wie erwähnt – im Wechsel in Cismar und Eutin.

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