Die Aktivgruppe Timmendorfer Strand – von ihrem langjährigen Vorsitzenden, Heinz Meyer, als „die dynamischte Gruppe in Schleswig-Holstein“ bezeichnet - traf sich am Montag, 28. Oktober 2013, zu ihrer Jahreshauptversammlung.

Mit einem Gastredner aus Kiel hatten sie allerdings auch in diesem Jahr kein Glück.

Dr. Andreas Tietze, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Grünen, wollte zum Thema Sonntagsöffnungszeiten und Tourismuspolitik sprechen. Sturmtief „Christian“ verhinderte jedoch seine Anreise. Im letzten Jahr hatte zum gleichen Thema Wirtschaftsminister Reinhardt Meyer (SPD) - allerdings aus Termingründen - abgesagt.

Die geänderten Sonntagsöffnungszeiten sind nach wie vor das zentrale Thema der Gewerbetreibenden. „Es gibt mit der neuen Bäderregelung nur Verlierer und wir werden im nächsten Jahr sehen, welche Auswirkungen das hat“, so der Vorsitzende Heinz Meyer. Die Zahlen, die inzwischen aus Mecklenburg-Vorpommern bekannt seien, stimmten ihn nicht optimistisch. „Es gibt erheblichen Handlungs- und Gesprächsbedarf“, fasste Meyer die Problematik zusammen und man müsse Wege finden, das dem Wirtschaftsministerium in Kiel klar zu machen.

Die Gäste der Jahreshauptversammlung der Timmendorfer Aktivgruppe erhielten vom Vorsitzenden Heinz Meyer (links) sowie von Bürgermeisterin Hatice Kara und Tourismuschef Joachim Nitz ausführliche Informationen über die zukünftige touristische Entwicklung der Gemeinde. Erwartungen an Tourismus und Politik

Große Hoffnungen setzt Heinz Meyer in Tourismuschef Joachim Nitz. „Auf deinen Schultern liegen sehr viele Erwartungen“, sagte er in dessen Richtung und versprach ihm Unterstützung, wo immer diese notwendig sei.

An die anwesenden Vertreter der politischen Parteien appellierte er gleichzeitig, „sich ebenfalls gemeinsam den Aufgaben im touristischen Wettbewerb für die nächste Generation zu stellen.“

Im Laufe des Abends erläuterte Joachim Nitz dazu Konzepte und Kampagnen, um das gegenwärtige Niveau von Timmendorfer Strand zu halten und weiter auszubauen. Viele Ideen dazu waren in gemeinsamen Workshops entwickelt worden, an der sich auch Vertreter der Aktivgruppe beteiligt hatten.

Schlagabtausch mit der Bürgermeisterin

Bürgermeisterin Hatice Kara hatte zuvor sehr ausführlich über laufende und geplante Projekte gesprochen und ließ sich dabei von Heinz Meyer mit Hinweis auf die fortschreitende Zeit nicht stoppen.

Im Anschluss an den langen Vortrag der Bürgermeisterin bemängelt der Aktivgruppen-Vorsitzende erneut den Zustand der Promenade zwischen der Ortsgrenze zu Scharbeutz und der Curschmann-Klinik, den er bereits in den Jahren zuvor schon als „Tal der Tränen“ bezeichnet hatte.

„Da muss ich mich wirklich fragen, wo leben wir?“, ging Heinz Meyer das Thema erneut an. Er lobte die schöne Promenade des Nachbarortes Scharbeutz: „Das ist toll, was dort gemacht worden ist.“ Wenn Gäste von dort jedoch nach Timmendorf kämen, würden sie an der Ortsgrenze am Hotel BelVeder von einer ungepflegten Promenade auf Timmendorfer Seite empfangen.

Hinzugekommen sei nun auch noch der Strand, den man zwar wohlwollend als Naturstrand bezeichnen könne, der jedoch keine Attraktion für die Gäste sondern eher ein Ärgernis sei. „Der Gast möchte feinen Sandstrand haben“, sagte Heinz Meyer und forderte die Verwaltungs-Chefin auf, in diesen beiden Punkten kurzfristig Abhilfe zu schaffen.

Hatice Kara parierte: „Das beschäftigt Sie schon viel länger als mich in meiner Amtszeit“, und ergänzte: „Ad hoc-Entscheidungen unterstütze ich jedoch nicht.“ Das was man tut, sollte Hand und Fuß haben und außerdem seien in beiden Fällen Maßnahmen in Vorbereitung.

So habe man sich in der letzten Legislaturperiode und auf der Klausurtagung in Bremerhaven erneut intensiv damit auseinandergesetzt. Ein Ergebnis aus den Vorträgen eines Fachmanns sei gewesen, dass ein Buhnensystem aufgebaut werden und Sand hinzugeholt werden müsse.

Die Verwaltung habe inzwischen im Auftrag der politischen Gremien drei Ingenieurbüros herangezogen, die in Anlehnung an das Gutachten des Fachmanns unterschiedliche Maßnahmen vorschlagen sollen.

Der kleine Schlagabtausch zwischen Bürgermeisterin und Aktivgruppen-Chef machte deutlich, wie wichtig die zu Beginn von Heinz Meyer beschworene Gemeinsamkeit zur Lösung der Probleme ist. Beide Parteien signalisierten, dass sie sich diesem Weg nicht verschließen wollen.

Keine Veränderungen im Vorstand

Im Vorstand der Aktivgruppe gab es diesmal keine Veränderungen, da Schriftführerin Gabriela Prehn sowie die Beisitzer Frank Berger und Christian Fitz bei der turnusmäßig anstehenden Wahl in ihren Ämtern bestätigt wurden. Nach gut zweieinhalb Stunden ging schließlich der offizielle Teil der diesjährigen Jahreshauptversammlung zu Ende.

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