Ob die sanierungsbedürftige Halle des ETC erhalten bleiben soll, darüber können am Sonntag, 26. Februar 2017, die wahlberechtigten Bürger von Timmendorfer Strand entscheiden.

Im Vorfeld gibt es Irritationen. In zwei Presseberichten hieß es, dass durch ein internes Schreiben, das an die Öffentlichkeit gelangt sei, der „NTSV Stimmung gegen den Erhalt des ETC macht“.

Dass das Gegenteil der Fall ist, betonten in einem Pressegespräch am 2. Februar 2017 der Vorsitzende Andreas Block sowie seine Stellvertreter Frank Schröder und Uwe Brechtel.

„Auslöser war ein interner Entwurf für ein Positionspapier, mit dem wir uns für den Erhalt der Halle aussprechen wollten, das irrtümlich verschickt wurde, bevor wir die endgültige Fassung diskutieren konnten“, berichtet Andreas Block.

Wie der NTSV und sein Vorsitzender zum ETC stehen, konnte man bereits im Vorwort der Vereinsnachrichten vom Dezember 2016 nachlesen. Dort schreibt Andreas Block: „Für mich ist das Votum eindeutig: Rettet unsere Eis- und Tennishalle. Lasst das Alleinstellungsmerkmal von Schleswig-Holstein nicht sterben. Die mittlerweile letzte Eishalle im Land! Bewahrt uns diese tolle Sportart Eishockey in unserer Region!“

Und weiter: „Auch wenn 6,8 Millionen (Anm. d. Red.: Stand Ende 2016, aktuelle Kostenschätzungen belaufen sich jetzt auf 8,3 Millionen) als Kostengröße im Raum stehen. Für den Sport in unserer Gemeinde, für unseren Nachwuchs und für eine intakte Infrastruktur darf auch schon mal eine immense Summe investiert werden.“

Die aktuelle Entwicklung betreffend hat man beim Nachwuchs im Verein bezogen auf das ETC die sehr erfolgreichen Tennis-Jugendlichen im Blick. „Wie die zahlreichen Erfolge zeigen, geht der Leistungsstand hier weit über den Amateur-Bereich hinaus“, sagt Andreas Block.

Würde es die Halle nicht mehr geben, führt er weiter aus, würden damit die Trainingsmöglichkeiten für den Tennis-Nachwuchs wegfallen und in Ermangelung von Ausweichflächen die ganze Sparte mit rund 250 Mitgliedern in Gefahr geraten, sich aufzulösen.

Gleichzeitig mit dem klaren Bekenntnis zum ETC in der Vereinszeitschrift vom Dezember 2016 appellierte Andras Block aber auch an die Entscheidungsträger aus der Politik, nicht zu vergessen, dass die „Strand-Arena“ in der Poststraße „seit vielen Jahren nach einer Sanierung schreit“.

Er verweist in diesem Zusammenhang auf „wirklich phantastische Pläne“ des Osnabrücker Planungsbüros Pätzold und Snowadsky, die mit 1,2 Millionen Euro nach seiner Ansicht „nicht bloß eine unbezahlbare Vision“ seien.

Sorgen bereitet den NTSV-Verantwortlichen zusätzlich die Rasenfläche am OGT, die – wie es im Amtsdeutsch heißt – abgängig ist und nach Aussagen im Sozialausschuss mit einer Stilllegung gerechnet werden kann. „Hier soll aus Kostengründen der Kunstrasen durch Naturrasen ersetzt werden“, berichtet Frank Schröder.

Das Spielfeld am OGT wird bisher unter anderem von den Hockey-Spielern genutzt. „Und Hockey kann nicht auf Naturrasen gespielt werden“, ergänzt Schröder. Man befürchtet, dass die Hockey-Sparte in diesem Fall nicht im Verein gehalten werden kann.

All diese und weitere Überlegungen führen dazu, dass man beim NTSV hofft, dass durch die Maßnahmen für den Erhalt des ETC die ebenfalls notwendigen Sanierungsarbeiten für die NTSV-Sportstätten nicht erneut verschoben werden müssen.

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