Der Ausbau der Strand-Arena als Grundlage für die Beantragung der Regionalliga-Lizenz des NTSV Strand 08 stand als einzigen Punkt im öffentlichen Teil auf der Tagesordnung des Ausschusses für Bauen, Umwelt und Energie der Gemeinde Timmendorfer Strand am Donnerstag, 14. März 2018.

Das Fazit vorab: Zwar muss die Gemeindevertretung am Donnerstag, 22. März 2018 nun doch noch endgültig über die Freigabe der Gelder entscheiden, aber es zeichnet sich eine Zustimmung ab.

In den Unterlagen des Sozial-Ausschusses, der den Fall am 1. März 2018 behandelt hatte, hieß es noch, dass der zuständige Fach-Ausschuss (Bau-Ausschuss) abschließend entscheidet, aufgrund der Summe ist allerdings satzungsmäßig die Gemeindevertretung zuständig.

Als Empfehlung an die Gemeindevertretung einigten sich die Mitglieder des Bau-Ausschusses einstimmig auf folgenden Beschluss:

„Die bisher bereitgestellten Haushaltsmittel in Höhe von 200.000 Euro für ‚Planungsleistungen Strand-Arena‘ zur Verwirklichung der Baumaßnahme ‚Aufstieg Regionalliga‘ bereitzustellen.

Zusätzlich sind für die Ausbauvariante A (mit 120 Gästeplätzen) 100.000 Euro überplanmäßig bereitzustellen. Dies beinhaltet jeweils eine Reserve von ca. 30.000 Euro für zusätzliche Gutachten bzw. unerwartete Kosten.“

Dafür werden die genannten 200.000 Euro, die für das Kunstrasenprojekt der Strand-Arena vorgesehen waren, auf eine andere Kostenstelle umgebucht. „Ein buchhalterischer Kunstgriff“, wie es Bürgermeisterin Hatice Kara nannte und ergänzte: „Den Rest müssen wir über den Nachtragshaushalt glatt ziehen.“

Das Projekt Kunstrasen auf der Anlage in Timmendorfer Strand war bis Herbst 2017 ein Thema, dann änderten sich die Voraussetzungen, weil für die Regionalliga-Lizenz ein Naturrasen vorgeschrieben ist.

Das Hin und Her der vergangenen Tage sorgte für einige Verwirrung, besonders, was die vorgeschriebenen Sicherheitsvorkehrungen des Norddeutschen Fußball-Verbandes (NFV) betraf.

Zu Beginn der Sitzung des Bau-Ausschusses am 14. März 2018 (Fortsetzung der Sitzung vom 8, März 2018) wurden - wie schon im Sozialausschuss - neue Unterlagen präsentiert, die wiederum erst einige Stunden vorher im Internet veröffentlich worden waren.

Zum einen war dies ein Schreiben von Frank Salomon, Trainer und Manager der Fußballmannschaft, und als weiteres ein Schreiben vom 12. März 2018 des Norddeutschen Fußballverbandes, unterzeichnet vom Sicherheitsbeauftragten Eddy Münch. (Quelle für beide Schreiben https://timmendorfer-strand.more-rubin1.de/sitzungen_top.php)

Trotz der zum Teil etwas harschen schriftlichen Töne verlief die Sitzung des Bau-Ausschusses ruhig und sachlich. Als Zuschauer waren lediglich Vertreter des NTSV Strand 08 anwesend, zu denen neben Frank Salomon und dem Vorsitzenden des NTSV Strand 08, Andreas Block, auch vier Trainer, u. a. der Fußball-Jugendtrainer und der Trainer für Leichtathletik zählten.

Ihnen wurde ein Rederecht eingeräumt und sie schilderten ihre Sicht der Dinge über den sehr desolaten Zustand der Sportanlagen in der gesamten Gemeinde. Dem Projekt „Ausbau Strand-Arena“ stehen sie dennoch positiv gegenüber.

Trainer Frank Salomon unterstrich in diesem Zusammenhang: „Die Probleme kommen nicht durch die kritisierte Jugendarbeit oder durch die Regionalliga, sondern es ist ein Problem der Sportstätten.“

Nicht nur die Jugend habe beispielsweise keine Trainingsmöglichkeiten, sondern auch die 1. Herrenmannschaft, die in den letzten fünf Monaten nach Siems ausgewichen ist.

Einig sind sich alle, dass es nicht damit getan ist, dass einer Minimallösung mit Blick auf die Tauglichkeit für die Regionalliga zugestimmt wird. Es muss schnell ein Gesamtkonzept geplant und in die Wege geleitet werden. Das sollte nicht wieder auf die lange Bank geschoben werden.

Dafür müssen letztendlich die 200.000 Euro, die jetzt umgebucht werden sollen, noch einmal neu für Planungskosten für die Strand-Arena im Allgemeinen in den Haushalt eingebracht werden. Und das sind nur die Planungskosten, die Umsetzung eines entsprechenden Gesamtkonzeptes dürfte ein Vielfaches mehr an Geld benötigen.

Dennoch ist dringend Handlungsbedarf gefordert, um die gesamten Anlagen für die Vereinsarbeit mit ihren verschiedenen Sparten spieltauglich und damit wettbewerbsfähig zu machen.

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