Die im Abstimmungsverzeichnis eingetragenen Einwohner*innen der Gemeinde Timmendorfer Strand haben es nun schriftlich.

Per Post erhielten sie in der 43. Kalenderwoche die amtlich offizielle „Abstimmungsbenachrichtigung zum Bürgerentscheid für das Abwahlverfahren betreffend den Bürgermeister … am Sonntag, 22.11.2020“. Die Anlagen sorgten offensichtlich für Irritationen.

Mit versandt wurden sowohl die Stellungnahme der Gemeindevertretung (siehe hier) als auch die der Initiatoren des Bürgerentscheids (siehe hier).

Bei einigen Post-Empfängern sorgte die Unterschrift unter der Stellungnahme der Gemeindevertretung von Bürgervorsteherin Anja Evers (CDU) für Irritationen.

Dazu äußerte sich Anja Evers am 25.10.2020 mit einer ausführlichen Stellungnahme per E-Mail mit einem CDU-Newsletter (siehe hier).

Einer der wichtiger Punkte: Als Bürgervorsteherin ist ihre Unterschrift auf der Stellungnahme der Gemeindevertretung erforderlich, unabhängig von Partei- bzw. Fraktionszugehörigkeit bzw. deren Einstellung zum gesamten Vorgang.

Die Stellungnahme der Gemeindevertretung beruht auf einem gemeinsamen Antrag der Fraktionen WUB, BürgerBündins Neue Perspektive (BBNP), SPD, Bündnis90/die Grünen und FDP.

Die Stellungnahme der Initiatoren des Bürgerentscheids liest sich ähnlich wie die der Mehrheit der Mitglieder der Gemeindevertretung. Anlass „tätig zu werden“, war nach eigenen Angaben der Initiatoren „die öffentliche Stellungnahme des Personalrats“.

Namentlich genannt ist in der schriftlichen Stellungnahme der Initiatoren niemand. Diejenigen, die die Berichterstattung in den Medien und Sozialen Netzwerken verfolgen wissen allerdings, dass „wir“ Kerstin Hartz, Janine Abel und Nils Kons sind.

Sie sind weder politisch aktiv, noch oder nicht mehr, wie Kerstin Hartz, in der Verwaltung vertreten. Sie leitete das Ordnungsamt in Timmendorfer Strand bis zum Amtsantritt von Robert Wagner.

Kerstin Hartz ist auch im Impressum auf der eigens ins Leben gerufenen Seite www.abwahl-robert-wagner.de zu finden.

Am Ende ihrer Stellungnahme bittet Anja Evers darum, dass die Bürger*innen sich „unbeeinflusst, umfassend und ausgewogen“ informieren mögen, „, um dann Ihre Entscheidung für sich und letztendlich für den Ort zu treffen.“

Sie ruft die Wahlberechtigten dazu auf, am 22.11.2020 zur Wahl zu gehen oder per Briefwahl abzustimmen.

In Corona-Zeiten zu beachten: Wer persönlich ins Wahllokal gehen möchte, muss einen Mund-Nasen-Schutz tragen und einen eigenen Kugelschreiber mitbringen. Außerdem dürfte mit Warteschlagen zu rechnen sein.

Wer das nicht möchte, kann seine Unterlagen für eine Briefwahl beim Gemeindewahlamt bis zum 20.11.2020, 12 Uhr beantragen.

Eine entsprechende Vorlage befindet sich auf der Rückseite der übersandten Wahlunterlagen.

Weiter heißt es dort: „… bei nachgewiesener plötzlicher Erkrankung (werden Anträge) auch noch bis zum Abtimmungstag (22.11.2020), 15 Uhr entgegengenommen.“

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