Timmendorfer Strand WUBKlemens Kißmann (Bild links. links) und Horst Rehbein gehören zu den Gründungsmitgliedern der WUB Timmendorfer Strand.

Bevor es nun in den Kommunalwahlkampf geht, ziehen sie sich aus der ersten Reihe zurück.

 „Irgendwann ist überall ein Generationswechsel notwendig und für uns ist nun der richtige Zeitpunkt gekommen“, sagen Klemens Kißmann (77) und Horst Rehbein (73) übereinstimmend.

Die Kandidaten, die am Mittwoch für die WUB zur Wahl stehen, hätten sich bewährt und so könnten sie sich beruhigt aus vorderster Front zurückziehen. „Durch die intensive Mitarbeit in unseren gemeinsamen Arbeitskreisen und teilweise auch als bürgerliche Mitglieder in den Ausschüssen sind alle gut vorbereitet und wissen, was in der nächste Legislaturperiode auf sie zukommt“, sind sich die beiden Urgesteine sicher.

Sie wissen, dass es für junge Leute nicht immer einfach ist, Beruf, Familie und das sehr zeitintensive politische Ehrenamt in Einklang zu bringen. „Auch bei so mancher Formalie werden sie sicher noch etwas dazu lernen müssen“, sagt Klemens Kißmann, der ebenso wie Horst Rehbein der jungen Garde in Zukunft weiterhin mit Rat und Tat zu Seite stehen wird.

Rückblick auf fast 30 Jahre Kommunalpolitik

Seit 28 Jahren engagieren sich beide für die Wählergemeinschaft, die im Dezember 1985 gegründet wurde. Der Ehrenvorsitzende Klemens Kißmann war 25 Jahre Vorsitzender, 15 Jahre Fraktionsvorsitzender, leitet den Hauptausschuss in der Gemeindevertretung ist in allen Fachausschüssen tätig.

Horst Rehbein ist ebenfalls Mitglied in vielen Ausschüssen, wie für Jugend und Sport, Umwelt und Verkehr sowie Kultur, Bildung und Soziales. Auch dem Bäderausschuss (jetzt Tourismusausschuss) gehörte er bis 2008 an und zurzeit ist er stellvertretender Bürgervorsteher.

Die touristische Entwicklung der Gemeinde hat bei ihnen stets eine zentrale Rolle gespielt, auch wenn sie dafür teilweise Kritik ernteten. „Die Wertschöpfung aus dem Tourismus ist die Basis für die Finanzierung der vielfältigen Aufgaben in der Gemeinde“, bringt es Klemens Kißmann auf den Punkt und sieht die Grundsätze der Wählergemeinschaft damit im Einklang, „die Interessen der Bürger, der hiesigen Gewerbetreibenden und der verschiedenen Ortsteile ausgeglichen, verantwortungsvoll, glaubwürdig, tatkräftig und kompetent zum Wohle der Gemeinde zu vertreten“.

Frühzeitige Nachfolge-Regelung

„Der Rückzug war kein spontaner Entschluss“, sagt Hort Rehbein, der seine aktive Zeit als Bereicherung für sein Leben bezeichnet. „Ich habe vieles kennen und schätzen gelernt“, fasst er die letzten Jahrzehnte zusammen.

Mit der Nachfolgeregelung haben Klemens Kißmann und Horst Rehbein schon vor gut zwei Jahren begonnen. „Wir wollten nicht erneut in eine Wahlperiode gehen“, nennen sie einen Grund für die frühzeitige parteiinterne Personalentwicklungsplanung.

Letztendlich fordere auch das Alter seinen Tribut. Die häufig sehr langen Sitzungen empfinden sie ab und an doch als anstrengend, abgesehen von der Freizeit, die man dafür opfere. Ein wenig mehr Ruhe werde nicht nur ihnen, sondern auch ihren Familien sicher gut tun. „Und mit dem Herzen werden wir immer dabei bleiben“, versichern sie.

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