Wie berichtet, verschwand Anfang Juli während der Deutschen Beach-Hockey-Meisterschaften Zwergpudel „Rocky’“, der in Leverkusen bei Köln zu Hause ist. Erschwerend kam hinzu, dass der kleine Hund an epileptischen Anfällen leidet und Medikamente benötigt.

Sein verzweifeltes Frauchen, Kerstin Lademann, setzte alles in Bewegung, um ihren geliebten Vierbeiner wiederzufinden. Und es hat sich gelohnt – Rocky ist wieder da.

Bundesweit - unter anderem über Facebook – wurde nach ihm gesucht. Doch damit nicht genug. Mit drei Freundinnen schrieb Kerstin Lademann 3700 Tierheime an, mit der Bitte, auch Tierärzte und Tierkliniken zu informieren.

Letztendlich brachte der Facebook-Aufruf in der letzten Juli-Woche den erlösenden Anruf von einer Tierärztin in Salzgitter.

„Ein Ehepaar, das in Timmendorfer Strand Urlaub gemacht und selbst zwei Hunde hat, hatte den herumirrenden Rocky einfach mitgenommen, weil sie dachten, er wäre ausgesetzt worden“, berichtet Kerstin Lademann. So jedenfalls haben sie es der Tierärztin erzählt, bei der sie Rocky durchchecken ließen.

Die Medizinerin sagte sofort, sie müssen den Hund zurückgeben. Obwohl das Ehepaar das versprach, nahmen sie Rocky dennoch zu einem 12-tägigen Italien-Urlaub mit.

Sehr verwundert las die Tierärztin viel später den Aufruf bei Facebook, war sie doch davon ausgegangen, dass die „Finder“ Rocky zurückgegeben hatten. Obwohl es schon sehr spät war, rief sie sofort Kerstin Lademann an und gab ihr die Telefonnummer des Ehepaares.

„Als ich mich dort meldete, hat mich besonders die Frau übel beschimpft und gesagt, dass sie den Hund nicht herausgibt, sondern an ihre Enkelkinder verschenken will“, erinnert sich Kerstin Lademann mit Schrecken. Der Ehemann hätte eingelenkt und ihr seine Adresse gegeben, damit sie Rocky abholen könne, obwohl seine Frau im Hintergrund lauthals tobte.

Nach einer unruhigen Nacht, fuhr Kerstin Lademann am nächsten Morgen nach Salzgitter. „Ich hatte keine Ahnung, was mich dort erwartet und informierte vorsichtshalber die Polizei“, schildert sie den weiteren Fortgang. Bei der Tierärztin angekommen, ging es noch einmal hoch her. Der Ehemann wollte Kosten in Höhe von 280 Euro ersetzt haben, Kerstin Lademann und auch die Tierärztin wurden beschimpft, bis die Polizei dem ein Ende setzte und Rocky wieder in den Armen von seinem rechtmäßigen Frauchen landete.

Jetzt ist die Familie wieder komplett und Kerstin Lademann bedankt sich bei allen, die mitgeholfen und es möglich gemacht haben, dass Rocky nun wieder zu Hause ist. Damit er nicht wieder verloren geht, trägt er jetzt ein Halsband mit Peilsender, einmal ganz abgesehen davon, dass Frauchen ihren kleinen Liebling sicher nicht mehr aus den Augen lassen wird.

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