Rund um die Fehmarnbelt-Querung und die damit verbundene Schienen-Hinterlandanbindung füllen nicht nur die Unterlagen für das Planfeststellungsverfahren mehrere Ordner sondern auch die Berichterstattung darüber.

Viele Bürgerinitiativen haben sich immer wieder mit der ganzen Thematik beschäftigt und werden es sicher auch weiterhin tun.

Umfassende Informationen dazu sind beispielsweise auf den Internetseiten http://www.kgbv-luebecker-bucht.de und http://allianz-beltquerung.info zu finden.

Erst kürzlich berichtete Udo Hahn von der BI „Kein Güter-Bahn-Verkehr durch die Badeorte der Lübecker Bucht“ über ein Gutachten, das manche euphorische Äußerung in einem anderen Licht erscheinen lässt.

Der Wortlaut ist im Folgenden nachzulesen, die erwähnte Studie kann hier abgerufen werden.


Auf ein Wort von Udo Hahn
Seid ver(um)schlungen Millionen....

stolz und ehrfürchtig vor so viel Fürsorge der eigenen Gesellschaft gegenüber Mensch und Umwelt verkündete der Deutschlandbeauftragte der Femern A/S für den Planungsbereich FFBQ, Stephan Siegert, vor dem Dialogforum am 12. September 2013 in Oldenburg Teilergebnisse der von dänischer Seite erstellten Umweltverträglichkeitsstudie (UVS).

Seinen Ausführungen vorangestellt war eine für die Femern A/S imponierende Auflistung über den Aufwand der Studie.

Demnach umfasst diese Studie gut 10.000 Seiten und füllt 18 Aktenordner. Der Umfang für Umweltfragen beträgt allein 8.400 Seiten. Die Kosten für die Erstellung beliefen sich auf 70 Millionen Euro und für deren Auswertung und Bewertung wurden nochmals 30 Millionen ausgegeben, so dass für diese Studie insgesamt 100 Millionen Euro aufgebracht wurden.

Eine unvorstellbare Summe, die, und hier stelle ich reine Vermutungen an, sich eventuell auch daraus erklären könnte, dass man monetär Einfluss auf die Ergebnisse dieses umfangreichen Werkes genommen hat, um zu den gewünschten Resultaten zu kommen.

Der Schwierigkeitsgrad einer tendenziösen und dennoch seriös wirkenden Ausarbeitung ist eben doch ungleich aufwendiger, oder manche lassen sich so etwas auch zusätzlich bezahlen. Aber - wie gesagt: Vermutungen.
 
Allerdings entspringen derartige Assoziationen nicht eigenen Wunschvorstellungen sondern begründen sich ganz real aus einer Studie zur UVS der Femern A/S von Prof. Dr.-Ing. Holger Schüttrumpf, Lehrstuhlinhaber für Wasserbau und Wasserwirtschaft der renommierten Universität RWTH Aachen.
 
Prof. Schüttrumpf hat aus dem Gesamtwerk der Femern A/S sieben Dokumente einer kritischen Würdigung unterzogen und seine Kritikpunkte auf 38 Seiten zusammengefasst.

Das Ergebnis der Analyse von Prof. Schüttrumpf zeigt auf, wie in der UVS versucht wird, die durch den Bau eines Absenktunnels entstehenden Umweltbelastungen herunterzuspielen oder zu vernebeln.

Eine Vielzahl von Punkten lässt die die gesamte UVS als vollständig überarbeitungsbedürftig erscheinen.

Einige Beispiele dazu: Es wird auf unzureichendes Datenmaterial zurückgegriffen oder Zeiträume zu Grunde gelegt, die günstigere Durchschnittswerte erbringen. Zu geringe Anzahl von Messstationen oder deren falsche Platzierungen werden ebenso kritisiert, wie das Verweisen auf dänisches Recht, wobei das härtere deutsche Recht für diese Studie ausschlaggebend gewesen wäre.

Hier müssen vor allem im Planfeststellungsverfahren zum Belttunnel-Bau für den Landes-betrieb Straßenbau und Verkehr diese Kritikpunkte Anlass sein, die UVS als insgesamt unglaubwürdig abzulehnen.

Abschließend möchte ich (Udo Hahn) dem Aktionsbündnis gegen eine feste Fehmarnbelt-Querung e.V. mit ihrem Vorsitzenden, Hendrik Kerlen, danken, dass sie mit der Einschaltung von Profesor Holger Schüttrumpf diese „Fehler“ aufgedeckt hat.

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