Bei der Jahreshauptversammlung des NTSV Strand 08 am Donnerstagabend Strand konnte der 1. Vorsitzende, Peter Danzeglocke, zu Beginn seines Jahresberichtes Positives berichten.

?Mit der aktuellen Mitgliederzahl von 1707, am Stichtag 28. März 2011, sind wir dem Rekord in der 103-jährigen Vereinsgeschichte vom 30. April 2009 mit 1725 Mitgliedern schon wieder sehr nahe gekommen?, informierte er die anwesenden Mitglieder und Ehrengäste.

 

Besonders stolz sei man darauf, dass fast genau 50 Prozent davon Kinder und Jugendliche seien und auch der Anteil männlich (57 Prozent) zu weiblich (43 Prozent) sich sehr ausgewogen darstelle. ?Maßgeblich zu den guten Ergebnissen beigetragen haben sicherlich die ständige bedarfsgerechte Anpassung des Sportangebotes, die qualifizierten Übungsleiter und die ausgesprochen familienfreundlichen Beiträge?, nannte Peter Danzeglocke einige Gründe.

Dass es trotzdem immer schwieriger wird, Mitglieder zu gewinnen und zu halten, habe viele Ursachen, die im Zusammenhang mit den gesellschaftlichen Veränderungen stehen und mit denen jeder Verein zu kämpfen habe. Ein wenig Kritik ging allerdings in Richtung Gemeinde und TSNT GmbH.

?Viele kommerzielle Anbieter, ebenso wie Offene Ganztagsschulen, Jugend-, Betriebs- und Senioreneinrichtungen konkurrieren mit uns?, so der Vereinsvorsitzende, ?und darum ist es für uns besonders ärgerlich, wenn ausgesprochene Highlights, wie beispielsweise das Kinderschwimmen, in ihrem Bestand gefährdet würden?, womit er erneut auf die Ablehnung erweiterter Nutzungszeiten für den NTSV im Niendorfer Schwimmbad anspielte.

Auch die Ankündigung, Sportplätze und Sporthallen zu vermarkten und an auswärtige Vereine zu vermieten, rufe angesichts des für den Vereinssport nicht immer ausreichenden Sportstättenangebotes eher Verwunderung hervor.

Die Bemühungen des Vereins um Verbesserung der Rasenqualität, Nutzung des Bolzplatzes in Niendorf, Erneuerung der 400 Meter-Laufbahn, einer Flutlichtanlage in Niendorf oder der Bau eines Kunstrasenplatzes seien außerdem von den politischen Gremien vorerst verschoben worden.

?Dank der Initiative unseres Bürgermeisters könnten die Vorhaben Flutlicht und Kunstrasen aber eventuell doch noch einmal auf die entsprechenden Tagesordnungen gelangen?, bedankte sich Peter Danzeglocke bei dem als Ehrengast anwesenden Verwaltungschef.

Mit der mehrfachen Ablehnung aller Architektenentwürfe für die dringend notwendige Erweiterung des Sport- und Jugendheimes seien dagegen diese Träume wohl für lange Zeit geplatzt.

Trotzdem richtete Peter Danzeglocke ?ein aufrichtiges Dankeschön? an die Gemeinde, die TSNT GmbH und den Bauhof für die Unterstützung bei den zahlreichen Aktivitäten des Vereins, wie beispielsweise beim jährlichen Ostseelauf (in diesem Jahr am Sonntag, 10. April 2011).

Obwohl an diesem Abend sechzehn Ehrungen für jahrzehntelange Mitgliedschaft und herausragende sportliche Leistungen anstanden, ging dieser Tagesordnungspunkt recht zügig über die Bühne, da bis auf vier Vereinsmitglieder alle anderen verhindert waren.

Bei den Wahlen sprachen die Mitglieder einstimmig der Schatzmeisterin Heike Brennecke für weitere zwei Jahre ihr Vertrauen aus. Mit Bedauern entließ der Vorstand die stellvertretende Vorsitzende Marion Kretschmer aus ihrem Amt, zeigte aber Verständnis dafür, da ihre Betreuung der Handballabteilung immer mehr Zeit in Anspruch nimmt. Als ihr Nachfolger wurde Frank Schröder gewählt, der im Laufe des Abends zum wiederholten Male für seine herausragenden Badminton-Leistungen geehrt wurde. A

uch in diesem Jahr kommt vieles auf den Verein zu. ?Wenn wir uns alle gemeinsam den großen Herausforderungen stellen, die Kräfte bündeln und in Verwaltung und Politik wieder wohlwollende Unterstützung finden, werden wir den Traditionsverein trotz immer schwieriger werdender Rahmenbedingungen auf dem rechten Kurs halten?, ist sich Peter Danzeglocke allerdings sicher.

 

Marion Kretschmer wurde mit Bedauern aber auch Verständnis für die Gründe
aus ihrem Amt als stellvertretende Vereinsvorsitzende vom 1. Vorsitzenden des NTSV,
Peter Danzeglocke (links), und seinem Stellvertreter, Dieter ?Sherry? Brandt, herzlich verabschiedet.


Während der Jahreshauptversammlung wurde Ehrenmitglied Hans Engelmann (rechts)
für sein jahrzehntelanges Engagement für den Verein geehrt, ebenso wie
(weiter von rechts) Harri Paskowski (40 Jahre Vereinszugehörigkeit),
Anja Mielke (Deutsches Sportabzeichnen zum 30. Mal in Folge),
Hans-Eberhard Jacob (60 Jahre Vereinszugehörigkeit),
Frank Schröder (herausragende Leistungen im Bereich Badminton)
und Marion Kretschmer, die für die Handballmannschaft Urkunden und MP3-Player
vom Vorsitzenden des Kreissportverbandes, Manfred Hoffmann, erhielt.

 

 

Jahresbericht  von Peter Danzeglocke, Vorsitzender NTSV Strand 08,
anlässlich der Jahreshauptversammlung am Donnerstag, 31. März 2011

 

Das im letzten Jahr (2010) hier an gleicher Stelle für den Verein prognostizierte ?schwierige Jahr? hat stattgefunden. Aber wir haben die Herausforderungen angenommen und die uns gestellten Aufgaben weitestgehend gut gelöst, wenn auch nicht  immer ohne ernüchternde Erkenntnisse und Enttäuschungen. Aber das gehört eben auch dazu.

Entgegen des allgemeinen Trends, hat sich die Mitgliederentwicklung beim diesbezüglich erfolgsverwöhnten NTSV Strand 08 stabilisiert. An gleicher Stelle musste ich im letzten Jahr über einen mit 1.617 Mitgliedern rückläufigen Bestand berichten, der jedoch bis zum Jahresende 2010 auf insgesamt 1.641 gesteigert werden konnte. Unsere letzte Bestandserhebung vor wenigen Tagen, am 28. März 2011,  weist sogar die aktuelle Mitgliederzahl 1707 aus. Damit sind wir dem Mitgliederrekord  vom 30. April 2009 schon wieder sehr nahe gekommen.

Fast genau 50 % aller Mitglieder sind Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre. Darauf ist der Vorstand besonders stolz. Unterstreicht diese Tatsache doch sehr eindrucksvoll den Anspruch, ein Sportverein für die ganze Familie sein zu wollen.

Das wird auch mit den ausgesprochen familienfreundlichen Beiträgen unter Beweis gestellt. Eine Vergleichsanalyse unter einer großen Zahl Schleswig-Holsteinischer Sportvereine zeigt, dass der NTSV Strand 08 mit seinen äußerst günstigen Beiträgen keinen Vergleich scheuen muss.

Auch der Anteil an männlichen und  weiblichen Mitgliedern ist sehr ausgewogen, denn 57 % der Gesamtmitglieder sind männlichen und 43 % weiblichen Geschlechts.

Maßgeblich zu den guten Ergebnissen beigetragen haben insbesondere die ständige bedarfsgerechte Anpassung des Sportangebotes sowie die Bereitstellung qualifizierter und lizenzierter Übungsleiterinnen und Übungsleiter, auf deren Aus- und Fortbildung der Vereinsvorstand allergrößten Wert legt und mit erheblichem finanziellen Aufwand entsprechend fördert.

Dennoch wird es immer schwieriger, einerseits Mitglieder zu gewinnen und andererseits die gewonnenen Mitglieder dauerhaft zu binden. Die Gründe dafür sind vielfältig, sie stehen aber zweifelsohne mit den gesellschaftlichen Veränderungen in Zusammenhang.

Mit Blick auf die demographische Entwicklung unserer werden wir uns künftig mehr und mehr um die ältere Generation zu kümmern haben, uns den sog. Gesundheitssportangeboten noch mehr zu widmen haben und dabei den Kindern und Jugendlichen nach wie vor ganz besonders viel Aufmerksamkeit zu schenken.

Kindern und Jugendlichen steht durch die Offene Ganztagsschule und das verkürzte Abitur deutlich weniger Zeit als früher zur Verfügung. Bei Studierenden ist es die Einführung des Bachelor- und Mastersystems mit einem stark verschulten Studium und bei Erwerbstätigen die erheblichen Veränderungen in der Arbeitswelt, verbunden mit den Forderungen nach mehr Flexibilisierung und Überstunden.

Der Verein hat darüber hinaus nicht nur mit modernen Kommunikationstechnologien, den erheblich ausgeweiteten Fernsehprogrammen, Videospielen und einer großen Angebotspalette an Veranstaltungen zu konkurrieren, sondern sieht sich auch besonders im Bereich der Sportangebote einer Vielzahl von Mitbewerbern gegenüber.

Nicht nur kommerzielle Sportstudios, Physiotherapeuten, Personaltrainer und Volkshochschulen, sondern auch Betriebssportgemeinschaften, Offene Ganztagsschulen, Jugendtreffs, Feuerwehren, Seniorenresidenzen und zunehmend sogar die Kommunen selbst - in unserem Falle der Kurbetrieb - wetteifern um die Gunst der Sportlerinnen und Sportler.

Ganz besonders ärgerlich, wenn durch solche Maßnahmen ausgesprochene Highlights, wie Kinderschwimmen und dergleichen, in ihrem Bestand gefährdet würden. Auch die Ankündigung, Sportplätze und Sporthallen zu vermarkten und an auswärtige Vereine zu vermieten, ruft bei uns angesichts des für den Vereinssport nicht immer ausreichenden Sportstättenangebotes eher Verwunderung hervor.

Mit Blick auf die vielfachen Begehrlichkeiten und Wünsche des Vereins waren unsere Bemühungen im Berichtsjahr nicht so sehr von Erfolg gekrönt.

Themen wie Verbesserung der Rasenqualität, Nutzung des Bolzplatzes Niendorf, Erneuerung der 400 Meter-Laufbahn, Flutlichtanlage Niendorf oder Bau eines Kunstrasenplatzes wurden vorerst von den politischen Gremien verschoben.

Dank der Initiative unseres Bürgermeisters Volker Popp könnten die Vorhaben, Flutlicht und Kunstrasen evtl. doch noch einmal auf die Tagesordnung gelangen.

Dagegen scheint der dringende Wunsch auf Erweiterung des Sport- und Jugendheimes inzwischen in weite Ferne gerückt. Mit der mehrfachen Ablehnung aller Architektenentwürfe hat der Ausschuss für Jugend und Sport auch unsere Träume platzen lassen.

Inzwischen haben wir angefangen, die notwendigsten Renovierungsarbeiten mit eigenen finanziellen Mitteln auf den Weg zu bringen. Dennoch glauben wir, dass eine solch intensiv genutzte Einrichtung nach 35 Jahren nicht mehr den Erfordernissen eines inzwischen doppelt so groß gewordenen Vereins  entspricht, zumindest aber in verschiedenen Bereichen dringend renovierungsbedürftig ist.

Daran muss auch die Hauseigentümerin erinnert werden dürfen. Wir wollen alle vorgenannten Wünsche auf der Agenda stehen lassen, um geduldig, aber beharrlich, immer wieder die Notwendigkeiten anzumahnen.

Viele Probleme können und müssen wir jedoch selbst lösen. Dabei müssen wir den hochgesteckten Zielen unserer Mitglieder und derer, die es werden wollen, auch künftig bestmöglich entsprechen.

Mitglieder sind unsere Kunden, und als solche müssen sie von allen verantwortlich Beteiligten gleichermaßen gesehen werden. Oberste Priorität sollte die Bereitstellung qualifizierter Übungsleiterinnen und Übungsleiter haben.

Die bisherige konstante, nachvollziehbare und stets überschaubare, solide Finanzpolitik des Vereins wird auch in Zukunft von außerordentlicher Bedeutung sein und muss beibehalten werden.

Es muss möglich sein, auch die für einen Verein unserer Größenordnung unbedingt erforderliche Leistungsspitze finanzierbar präsentieren zu können. Werden wir für alle Vorhaben weiterhin ausreichend ehrenamtliche Helferinnen und Helfer sowohl für die sportliche Angebotsvielfalt als auch für die Vorstandsarbeit haben, oder werden auch wir künftig mehr Hauptamtlichkeit erleben?

Nicht versäumen möchte ich, mich beim Lions Club Lübecker Bucht für die kostenlose Bereitstellung der beiden lebensrettenden Defibrillatoren für die Sporthallen Timmendorfer Strand und Niendorf zu bedanken.

Ebenso ein herzliches Dankeschön an Thoralf Kramer, der inzwischen die Einweisung von Übungsleitern, verbunden mit einer Erste-Hilfe-Auffrischung, vorgenommen hat.

Dank gilt aber auch dem NTSV-Vorstand für die angenehme Zusammenarbeit sowie Bettina Ossyra und Hans Engelmann von der Geschäftsstelle für das gute und harmonische Zusammenwirken.

Auch Bürgermeister Volker Popp, der Gemeindeverwaltung, der TSNT und den Mitarbeitern des Baubetriebshofes gebührt mein aufrechtes Dankeschön für die Unterstützung bei zahlreichen Vorhaben.

Wenn wir uns alle gemeinsam den großen Herausforderungen stellen, die Kräfte  bündeln und in Verwaltung und Politik wieder wohlwollende Unterstützung finden, werden wir den Traditionsverein NTSV Strand 08 trotz immer schwieriger werdender Rahmenbedingungen auf dem rechten Kurs halten.

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