Mit dem Pflanzen eines Apfelbäumchens setzte die Interessengemeinschaft ?Bargkoppel .- mitgestalten und erhalten? am Freitag, 20. April 2012, ein sichtbares Zeichen, dass sich der große Einsatz der Klingberger Bürger für den Erhalt von Grünflächen, die als Bauland ausgewiesen werden sollten, gelohnt hat.

Der ?Gelbe Richard? wurde von der Gemeinde Scharbeutz gespendet, für die Bernd Deible in seiner Begrüßungsrede trotz der vorausgegangenen heftigen Diskussionen im vergangenen Jahr viele lobende Worte fand.



?Für mich ist die jetzige Zusammenarbeit mit der Gemeinde etwas ganz Besonderes?, sagte er, denn in den 1980er Jahren wäre es gar nicht möglich gewesen, sich konstruktiv über den Erhalt von Grünflächen oder Bäumen auseinanderzusetzen.

?Damals herrschten ganz andere politische Verhältnisse?, erläuterte er den bei der Pflanzaktion anwesenden Vereinsmitgliedern und Förderern, von denen einige erst in den letzten Jahren zugezogen sind. Als Beispiel erzählte Bernd Deible die Geschichte von der Fällung einer hundertjährigen Eiche in Pönitz, die dem Schulneubau weichen musste, obwohl auch damals viele Bürger dagegen protestiert hatten.

Die ?Grünfläche 2? an der Bargkoppel symbolisiert nun den Wandel im Denken und Handeln der Gemeinde. Als die geplante B-Plan-Änderung im März vergangenen Jahres endgültig zu den Akten gelegt wurde, geschah dies mit der Auflage an die Initiatoren der Proteste, einen Verein zu gründen, der mit der Gemeinde einen Pflegevertrag für die erhaltenen Grünflächen schließen sollte.

Die Gründungsversammlung fand im September 2011 statt. ?Inzwischen haben wir schon 27 Mitglieder und zehn Förderer?, erzählt der Vereinsvorsitzende Eberhard Arent. Hinzu kommt die Unterstützung der Gemeinde. ?Sie steht uns sehr positiv gegenüber?, bekräftigt Bernd Deible.

 

 

 

Beim Einsetzen des Apfelbäumchens auf der geretteten Grünfläche an der Klingberger Bargkoppel
halfen Tillmann (8, links) und Mara (7) kräftig mit. Hilfestellung leisteten (von rechts) Walter Pallazzoni,
Eberhard Arent, der Vorsitzende der Bargkoppel-Interessengemeinschaft, und Vereinsmitglied Bernd Deible.

 

 

Der kleine Baum, aus der Kinderstube vom Obstgut Schönborn in Eutin, wird nun wie alles andere gehegt und gepflegt. Bis er auf sechs Meter Höhe ausgewachsen ist und Früchte trägt, wird es noch gut 15 Jahre dauern.

Da sind seine größeren Brüder und Schwestern schon etwas weiter. ?Das Obst auf diesem Gelände ist Allgemeingut, von dem sich jeder kleinere Mengen nehmen darf?, teilte Bernd Deible den Anwesenden mit. Da es an diesem Tag noch keine Obst-Kostproben gab, hatte der Verein für die kleine Feierstunde mit hausgemachtem Zwiebelkuchen und Getränken vorgesorgt.



 

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