Die Musikhochschule Lübeck (MHL) hat für Kulturinteressierte einen interessanten Hörtipp:

 „Lübeck als Musikstadt“ lautet der Titel einer Sendereihe, die der Südwestrundfunk (SWR) von Montag, 26. Februar bis Freitag, 2. März 2018 ausstrahlt. Beginn ist jeweils um 9.05 Uhr. Über das Internet ist der Sender unter https://www.swr.de/swr2/programm/ direkt hörbar oder abrufbar in der Mediathek des SWR.

Der Autor der Sendung Prof. Dr. Wolfgang Sandberger, Leiter des Brahms-Instituts an der Musikhochschule Lübeck (MHL), wird die zahlreichen Facetten Lübecks als Musikstadt beleuchten. Er wandert in fünf einstündigen Sendungen durch die Stadt an der Trave und zeigt die Verzahnung von Handel, Kultur und Musik auf.

In der Sendereihe widmet sich Sandberger vielen künstlerischen Größen Lübecks, die das kulturelle und wirtschaftliche Leben der Stadt prägte. Dazu gehören unter anderem Dieterich Buxtehude, Emanuel Geibel oder Thomas Mann.

„Lübeck wird in erster Linie mit Holstentor, Marienkirche und Marzipan assoziiert. Die alte Hansestadt an der Ostsee ist von jeher eine Stadt der Kaufleute. Doch Wirtschaft und Kultur, Handel und Musik sind keine Gegensätze. In Lübeck bedingen sie sich vielmehr gegenseitig“, erläutert Autor Wolfgang Sandberger (Bild links).

Im großen Lübeck-Roman „Buddenbrooks“ von Thomas Mann steht die Musik für den Verfall. Der „Verfallsprinz“ Hanno Buddenbrook, der einzige musikalische Spross der Kaufmannsfamilie, spiegelt mit seiner Liebe zur Musik den Untergang und das Ende des geschäftlichen Erfolgs.

Ein weiterer Lübecker, Emanuel Geibel, war nicht nur ein Meister der Selbstvermarktung, sondern gehört zu den meistvertonten Dichtern überhaupt. Unternehmerisch dachten auch schon Franz Tunder und Dieterich Buxtehude, die mit ihren legendären Abendmusiken so spektakuläre Kirchenkonzerte organisierten, dass selbst Händel und Bach an die Trave reisten.

Auch später zogen die norddeutschen Musikfeste und die Konzertkultur der Hansestadt viele große Namen an: Felix Mendelssohn, Franz Liszt, Clara Schumann, Johannes Brahms oder Peter Tschaikowsky.

Das Engagement finanzkräftiger Bürger sorgte dafür, dass Lübeck 1904 mit der Stadthalle ein Konzerthaus und wenig später mit dem Jugendstilbau in der Bäckergrube ein zauberhaftes Theater bekam.

Hermann Abendroth und der junge Wilhelm Furtwängler gehörten hier zu den ersten Dirigenten. Heute ist Lübeck Sitz des Schleswig-Holstein-Musikfestivals und der einzigen Musikhochschule im Land zwischen den Meeren.

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