In Zeiten des Coronavirus ist es nicht möglich, Gottesdienste in den Kirchen zu feiern, ohne die Gläubigen dabei einer hohen Ansteckungsgefahr auszusetzen.

Der Kirchenkreis Ostholstein will jedoch gerade in der vorösterlichen Zeit seinen Beitrag leisten, damit die Menschen nicht vereinsamen und mit ihren Sorgen allein auf sich gestellt sind und bietet deshalb an den kommenden Sonntagen einen Online-Gottesdienst an

Erstmals wird am Sonntag, 22. März 2020, in Zusammenarbeit mit der Lübecker Firma SG Medientechnik
um 11 Uhr ein Gottesdienst aus St. Michaelis in Eutin im Internet übertragen.

Die Übertragung wird über die Internetseite www.kirchenkreis-ostholstein.de und außerdem über die Facebook-Seite „Kirche in Ostholstein“ verlinkt.

Die Predigt hält Pastorin Maren Löffelmacher, die musikalische Begleitung liegt in den Händen von Kantorin Antje Wissemann (Orgel) und Wiebke Evyapan (Flöte). Für die Liturgie zeichnet Pastor Stefan Grützmacher verantwortlich.

Auch an den weiteren Sonntagen bis einschließlich Sonntag, 19. April 2020, wird der Kirchenkreis
jeweils sonntags um 11 Uhr sowie am Karfreitag (10. April) einen Gottesdienst übertragen,
und zwar aus Niendorf (29. März), aus Neukirchen an Palmsonntag (5. April),
am Karfreitag (10. April) aus Stockelsdorf sowie aus Neustadt am Ostersonntag (12. April).

Auch für den Sonntag nach Ostern ist eine Übertragung geplant, allerdings steht der Ort dafür noch nicht endgültig fest.

„Wir wollen vor allem auch die Menschen erreichen, die sich aufgrund der starken Beschränkung sozialer Kontakte einsam fühlen. Unsere Hoffnung ist, dass wir diese Menschen durch die Gottesdienst-Gemeinschaft im Internet stärken können“, erläutert der Eutiner Propst Peter Barz.

Die Krise erreiche die Menschen zu einer Zeit im Kirchenjahr, in der es um Leiden und Tod Jesu Christi gehe. Damit verbunden sei immer „der Hoffnungsblick auf Ostern und das Leben, das am Ende siegt“, so Barz. Diese Einsicht könne helfen, die derzeit schwierige Situation zu meistern.

Der Neustädter Propst Dirk Süssenbach spricht von einem „Novum innerhalb der Kirchengeschichte“. „Hat es das je gegeben, dass sich die Menschen nicht zum Feiern des Osterfestes versammeln konnten?“, fragt der Propst.

Es gehe in dieser besonderen Situation darum, deutlich zu machen, dass Gott da ist und den Menschen Trost und Hoffnung schenkt – in diesem Fall über die neuen Medien.

„Es ist schmerzlich, dass wir Christen uns gerade an Ostern nicht versammeln dürfen. Umso mehr sollten wir in diesen Tagen aneinander denken und einander Zuspruch zuteilwerden lassen“, so Süssenbach.

Die Pröpste betonten, dass die Gottesdienste durch sehr wenige Beteiligte gestaltet- und die Kirchenbänke leer bleiben werden, um so eine Ausbreitung des Virus zu verhindern.

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