Das Leben steht unwirklich still. Gerade einmal seit einer Woche, wenn man es realistisch betrachtet. Eine Woche – was für ein Unterschied zu den Tagen vor dem 13. März 2020.

Die „Tourismus Hot Spots“ wirken wie eingefroren. Freute man sich noch letzte Woche, dass endlich wieder die Bäderregelung in Kraft ist und dass man in den Küstenorten auch sonntags wieder shoppen gehen konnte ... unwichtig geworden in dieser Krisen-Zeit. Die Auswirkungen kann man noch gar nicht ermessen.

Aber, wir können einkaufen gehen. Es ist alles da, keine leeren Regale. Ein bisschen „Toilettenpapier-Hamsterei“, unterm Strich aber erträglich.

Es sind vielmehr die Gesten, die offensichtlich plötzlich den Blick weiten. Fremden Menschen sprechen miteinander. Auf dem Weg zum Parkplatz ein Zuruf von jemandem, den man gar nicht kennt: „Bleiben Sie gesund“, ebenso beim „distanzierten Laufen“ auf der Promenade oder am Strand.

Ein Lächeln oder mehr Worte beim Bezahlen an der Kasse – wenn auch auf Abstand. Plötzlich schaut man den Menschen ins Gesicht, die die Waren über das Band ziehen.

Man hört immer wieder, dass man diesen Menschen danke sagen sollte, dass sie Tag für Tag, mehr oder weniger geschützt, „den Laden am Laufen halten“, wie es die Bundeskanzlerin ausdrückte.

Und dann … sagen uns auch diese Menschen noch danke. Ein Stückchen Schokolade, das es nach dem Bezahlen dazu gab, eingewickelt in ein Papier, auf dem „Danke“ steht.

Vielleicht als Werbeaktion zu Ostern gedacht, hat es doch jetzt eine ganz andere Bedeutung.

In diesem Sinne … wann die Corana-Krise überstanden ist, das weiß keiner. Aber es wäre schön, all die kleinen Gesten später nicht wieder zu vergessen und wirklich achtsam zu bleiben, im Umgang miteinander.

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