Die eindringliche Bitte, von der Nutzung einer Zweitwohnung abzusehen, ist bei Vielen ungehört verklungen.

Der Kreis Ostholstein zieht hieraus die Konsequenzen und untersagt nahezu jegliche Nutzung von Nebenwohnungen im gesamten Kreisgebiet.

Die vollständige Allgemeinverfügung (Stand 20.03.2020) ist auf der Internetseite des Kreises www.kreis-oh.de nachzulesen.

Anmerkung für die Leser dieses Textes:

In der Allgemeinverfügung vom 20.03.2020 zur Nutzung von Zweitwohnungen ist als Zeitraum für die endgültige Abreise Sonntag, 22.03.2020, genannt und in einem Absatz später, dass diese Allgemeinverfügung zunächst bis Dienstag, 24.03.2020, 24 Uhr gilt.

Eine Rückfrage beim Kreis am 21.03.2020 ergab, dass es sich um keinen Datumsfehler handelt.

„Angesichts der Corona-Pandemie ist es nicht hilfreich, wenn sich zahlreiche Zweitwohnungsbesitzer auf den Weg nach Ostholstein machen. Das zu anderer Zeit gewünschte hohe Reiseaufkommen belastet die Tourismusregionen und deren Gesundheitssystem sehr stark. Aus diesem Grund haben wir uns entschieden, diesen Schritt zu gehen und die Nutzung der Nebenwohnungen nahezu vollständig zu untersagen“, äußert Ostholsteins Landrat Reinhard Sager im Gleichklang mit dem schleswig-holsteinischen Ministerpräsidenten, Daniel Günther.

Dieser hatte heute (20.03.2020) in Kiel in einer eigenen Presseerklärung Zweitwohnungsbesitzer, die sich in Schleswig-Holstein aufhalten, dringend zur Abreise in ihre Heimatorte aufgefordert und mit dem Hinweis, dass sich in Zeiten der Corona-Pandemie eine Anreise zu Zweitwohnungen verbiete die Maßnahmen des Kreises Ostholstein nachdrücklich unterstützt.

Ziel aller Maßnahmen ist es nach wie vor, die Ausbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen. Sager bekräftigt nochmals seinen Appell an die Bevölkerung mitzuhelfen und die Einschränkungen an das gesellschaftliche Leben zu akzeptieren:

„Alle leisten dabei ihren Beitrag, das Risiko für sich und andere zu minimieren und so die Ausbreitung zu verlangsamen. Das ist notwendig, damit die Gesundheitseinrichtungen an das Ausbreitungsgeschehen angepasst werden können. Die Corona-Epidemie verändert unser Miteinander spürbar. Das öffentliche Leben ist ausgesetzt, soziale Kontakte werden auf ein Minimum reduziert. Das ist jetzt notwendig und wird, wenn sich alle an die Regelungen halten, nur vorrübergehend sein. Wir stehen vor einer der größten Herausforderungen seit Bestehen der Bundesrepublik. Und wir bewältigen diese nur gemeinsam!“

Ausdrücklich dankt Sager den im Gesundheitswesen Tätigen und den Beschäftigten, die für die Versorgung der Menschen vor Ort im Einsatz bleiben. „Wir freuen uns auch sehr über das anlaufende Engagement der Nachbarschaftshilfe und nehmen eine große Hilfsbereitschaft und überwiegend auch Disziplin bei den Ostholsteinerinnen und Ostholsteinern wahr. Die Krise ist auch eine Chance für gesellschaftlichen Zusammenhalt.“

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