Bereits seit Mitte Mai startete das UKE (Universitäts-Klinikum Eppendorf) eine neue Studie über die Häufigkeit und Schwere einer Infektion mit dem neuartigen Corona-Virus, an der 6.000 Kinder und Jugendliche teilnehmen können.

Inzwischen wurden an die 2600 Probanden getestet. Es werden jedoch noch weitere gesucht, besonders im Alter zwischen 14 und 18 Jahren.

Da sich die Studie nicht auf Hamburg beschränkt, können zum Beispiel
auch Kinder und Jugendliche aus Schleswig-Holstein daran teilnehmen.

Alle notwendigen Informationen sind übersichtlich und verständlich auf der Internetseite www.c19child.de zusammengefasst.

Interessierte Eltern, Kinder und Jugendliche können sich darüber hinaus
bei Fragen zu einer möglichen Teilnahme per E-Mail unter c19.child@uke.de
an die Studienzentrale wenden.

Die Kolleginnen und Kollegen melden sich schnellstmöglich zurück. Aufgrund der derzeit hohen Nachfrage kann eine Rückmeldung aber nicht sofort erfolgen kann. Interessierte kommen bitte nicht ohne Voranmeldung in die Studienambulanz.

Die Ergebnisse der Studie sollen sowohl eine gezieltere medizinische Versorgung von an COVID-19 erkrankten Kindern ermöglichen als auch eine Entscheidungshilfe für präventive Maßnahmen bieten.

In die Studie sollen Daten von gesunden und chronisch kranken Kindern und Jugendlichen
mit und ohne Symptome einer COVID-19-Infektion einbezogen werden,
die stationär oder ambulant versorgt werden.

Der Prozentsatz von mit COVID-19 infizierten Kindern in der Bevölkerung ist nicht bekannt. Es ist nicht bekannt, ob Kinder Symptome entwickeln und in welcher Form das Virus auf unsere Kinder einwirkt.

Es wird eine umfassende Datenerhebung in Hamburger Kinderkliniken und im Kinder-UKE mittels Fragebogen, Testung und Nachuntersuchung positiver Fälle durchgeführt. Jedes Kind, das eine Hamburger Kinderklinik betritt, kann untersucht werden.

Prof. Dr. Blanche Schwappach-Pignataro, Dekanin der Medizinischen Fakultät und Vorstandsmitglied des UKE erläutert dazu: „Eine große Anzahl an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus verschiedenen Fachbereichen des UKE forscht seit Beginn der Pandemie zum neuartigen Corona-Virus. Wie die Epidemiologie und klinische Ausprägung von COVID-19 bei Kindern aussieht und wie hoch der Anteil von mit dem SARS-CoV-2-Erreger infizierten Kindern in Deutschland ist, mit diesen Fragen wird sich jetzt die Studie unter der Leitung von Frau Prof. Muntau beschäftigen. Wir freuen uns sehr, dass zahlreiche Stiftungen und Fördergemeinschaften diese Forschungsarbeit großzügig unterstützen.“

Prof. Dr. Ania C. Muntau, Direktorin der Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin des UKE, ergänzt: „Im Rahmen der Studie wollen wir untersuchen, wie häufig sich Kinder und Jugendliche infizieren und wie anfällig sie für eine COVID-19-Infektion beziehungsweise für einen schweren Verlauf der Infektion sind. Zugleich wollen wir erforschen, wie groß das Risiko einer Verbreitung des neuartigen Corona-Virus durch asymptomatische Kinder ist und ob chronisch kranke Kinder ein größeres Risiko für einen schweren Verlauf einer COVID-19-Infektion haben als gesunde Kinder“,

In einer ersten Phase sollen zunächst über einen Zeitraum von sechs Wochen
Daten zur Häufigkeit von COVID-19-Infektionen bei Kindern und Jugendlichen erhoben werden.

Dabei sollen die Daten von nicht vorerkrankten Kindern und Jugendlichen
mit Daten von pädiatrischen Risikogruppen verglichen werden.

Hierzu gehören chronisch kranke Kinder mit onkologischen Erkrankungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Lungenerkrankungen, angeborenen oder erworbenen Immundefekten, angeborenen Stoffwechselstörungen, neurodegenerativen Erkrankungen sowie Kinder nach Stammzell- oder Organtransplantation.

Positiv getestete Kinder werden in einer Follow-up-Phase über einen Zeitraum von sechs Monaten begleitet. Hierbei werden insbesondere die immunologischen und biochemischen Folgen der Interaktion des Virus mit dem kindlichen Immunsystem erforscht sowie Risikogruppen unter chronisch kranken Kindern identifiziert, dies unter der Leitung von Prof. Dr. Søren W. Gersting, Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin, und Prof. Dr. Thomas S. Mir, Klinik und Poliklinik für Kinderkardiologie.

Das Forschungsvorhaben wird mit Spendengeldern der Michael Otto-Stiftung, der Michael Stich-Stiftung, der Stiftung Kinder Herz, der Dr. Melitta Berkemann-Stiftung, der Fördergemeinschaft Kinderkrebs-Zentrum Hamburg, dem Eagles Charity Golf Club, der Nutricia GmbH sowie vom HSV und von Hamburger Bürgerinnen und Bürgern unterstützt. Darüber hinaus wird die Studie durch die Hamburger Biotech-Firma Altona Diagnostics gefördert.

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