Angesichts des Anstiegs der Corona-Neuinfektionen wird es in Schleswig-Holstein ab der kommenden Woche keine weiteren Lockerungen geben.

Die geltende Verordnung zur Bekämpfung des Coronavirus, die am kommenden Sonntag (09.08.2020) ausläuft, soll deshalb verlängert werden.

Außerdem wird die für kommende Woche geplante nächste Stufe des Veranstaltungsstufenkonzepts ausgesetzt.

Das gaben Ministerpräsident Daniel Günther und Gesundheitsminister Dr. Heiner Garg am 05.08.2020 in Kiel bekannt.

„Wir gehen auf Nummer sicher. Das Infektionsgeschehen steigt deutschlandweit wieder an, zehntausende Menschen kehren aus dem Urlaub zurück, außerdem geht der Betrieb in Schulen und Kitas wieder los“, sagte der Ministerpräsident.

Daher habe sich die Jamaika-Koalition darauf verständigt,
die Entwicklung des Infektionsgeschehens zunächst sehr genau zu beobachten
und die am 09.08.2020 auslaufende Landesverordnung zu verlängern.

Zahl der Neuinfektionen steigt

Wie Günther weiter sagte, steigt in ganz Deutschland, aber auch in Schleswig-Holstein, die Anzahl der Neuinfektionen wieder an.

Im Juni lag der tägliche Anstieg von Neuinfektionen im Schleswig-Holstein zum Teil nur zwischen null und neun Neuinfektionen pro Tag. In den vergangenen 14 Tagen waren es zwischen sieben und 29 Neuinfektionen pro Tag.

Auch wenn diese Entwicklung auf deutlich niedrigerem Niveau stattfinde als zu Beginn der Pandemie, sei die Situation sehr volatil (Anm. d. Red.: statistisch schwankend) und erfordere daher höchste Aufmerksamkeit.

Mit dem Aufbau von mobilen Testzentren für Reiserückkehrende und einem Konzept
für den Schulbetrieb habe das Land auf die aktuelle Lage reagiert.
Trotzdem sei es wichtig, weiterhin äußerst vorsichtig zu handeln.

Sorgen vor dem heißesten Wochenende –Warnungen ernst nehmen

Im Hinblick auf das kommende, ersten August-Wochenende,
für das Rekordtemperaturen um die 30 Grad angesagt wurden,
rief der Ministerpräsident alle Gäste und auch die Schleswig-Holsteiner dazu auf,
sich rechtzeitig über die Lage zu informieren und die Warnungen der Gemeinden
und der Polizei vor zu vollen Stränden ernst zu nehmen:

„Wir haben auf über 1.000 Kilometern schöne Strände und Platz für alle. Auch abseits der bekannten Badeorte an Nord- und Ostsee gibt es schöne Orte, um den Sommer bei uns in Schleswig-Holstein zu genießen.“

Gesundheitsminister Dr. Heiner Garg appellierte wiederum an die Eigenverantwortung der Schleswig-Holsteinerinnen und Schleswig-Holsteiner: „Nur gemeinsam werden wir es schaffen, das Erreichte nicht zu verspielen. Jede und jeder ist gefordert, ihren oder seinen Beitrag zur Eindämmung der Pandemie in Schleswig-Holstein zu leisten. Denken Sie also bitte weiterhin an Abstands- und sonstige Hygieneregeln.“

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